
Trotz steigender Besucherzahlen
Beliebter Tierpark in Norddeutschland meldet Insolvenz
04.01.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein beliebtes Ausflugsziel in Niedersachsen rutscht in die Insolvenz. Die Gründe für die finanzielle Schieflage des gemeinnützigen Tier- und Landschaftsparks sind dabei vielfältig.
Trotz der steigenden Besucherzahlen und Einnahmen sind die Betreiber des insolventen Tierparks nicht in der Lage, den Betrieb fortlaufend zu sichern.
Die Gründe für die Insolvenz des Tierparks sind vielfältig. Zum einen weist die Geschäftsführerin Katharine von Schiller laut der „Kreiszeitung“ auf einen immensen Kostendruck sowie die noch immer spürbaren Folgen von Corona hin. Zum anderen verweist die Geschäftsführung nach Angaben des „NDR“ auf steigende Kosten beim Personal, Energie und bei der Tierpflege.
Auch der verschärfte Wettbewerb mit anderen Parks im Großraum Hamburg-Bremen-Hannover habe zu der Entwicklung beigetragen. „Den kommenden Winter mit den geringen Besucherzahlen, in dem aber auch täglich die Tiere versorgt werden müssen, würden wir nicht überstehen“, erklärte von Schiller den Schritt in die vorläufige Insolvenz beim „NDR“.
Nach der Insolvenz des Tierparks soll sich zunächst nichts ändern. Der Park sei bis auf Weiteres geöffnet. Auch die Versorgung der Tiere und die Zahlung von Gehältern seien dem Park zufolge gesichert. Allerdings sei die weitere Zukunft der Anlage derzeit noch offen, da nicht feststehe, wer den Landpark auf lange Sicht betreiben wird.
Nach Angaben der „Kreiszeitung“ blickt von Schiller aber optimistisch in die Zukunft. Ihr zufolge habe der Tier- und Landschaftspark keine Schulden. Außerdem würde die Besucherzahl stetig steigen und habe allein im Jahr 2025 bei 50.000 Personen gelegen und sich trotz der Konkurrenz weiter unter den beliebten Ausflugszielen in der Region profiliert.
Nach eigenen eigenen Angaben wurde der Landpark Lauenbrück im Jahr 1969 von der Familie Friedrich-Wilhelm von Schiller gegründet. Damals war das Ziel, die „Natur und deren Zusammenhänge den Menschen näherzubringen“. Seit 2005 ist er als gemeinnützig anerkannt.
In dem Park gibt es mehr als 200 Wild- und Nutztiere. Wie es auf der Internetseite heißt, ist ein Großteil der Rassen vom Aussterben bedroht. Der Park setzt sich dafür ein, dass die gefährdeten Tierarten erhalten bleiben.










