Polizeieinsatz in Thüringen
Rechtsextreme attackieren Journalisten
Aktualisiert am 25.03.2026 – 22:58 UhrLesedauer: 1 Min.
In Fretterode wurden drei Journalisten angegriffen und im Krankenhaus behandelt. Die Tatverdächtigen gehören laut Behörden der rechtsextremen Szene an.
Zwei Männer haben in Fretterode im thüringischen Landkreis Eichsfeld ein Journalistenteam angegriffen und dabei drei Personen verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden die Tatverdächtigen, ein 56-Jähriger und ein 22-Jähriger, noch vor Ort festgenommen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mühlhausen bestätigte gegenüber dpa, dass beide der rechtsextremen Szene zuzuordnen seien.
Der Angriff ereignete sich am Mittwoch im Rahmen eines laufenden Polizeieinsatzes in Fretterode. Laut Polizei setzten die Tatverdächtigen neben körperlicher Gewalt möglicherweise auch Reizstoff ein. Die drei betroffenen Journalisten wurden im Krankenhaus behandelt und erlitten leichte Verletzungen.
Nach Informationen eines dpa-Reporters vor Ort handelte es sich bei dem angegriffenen Team um Mitarbeiter von Spiegel TV; ein beteiligter Journalist bestätigte die Auseinandersetzung.
Die Polizei war mit Kräften der Schutz- und Kriminalpolizei sowie der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Die Tatverdächtigen wurden beim Polizeieinsatz gestellt. Am späten Abend fanden zudem Durchsuchungen statt. Ermittelt wird wegen Körperverletzung; zu den genauen Hintergründen konnten die Behörden zunächst keine gesicherten Angaben machen.
Fretterode war bereits im Jahr 2018 in die Schlagzeilen geraten, weil Rechtsextremisten dort Journalisten attackiert und verletzt haben sollen. Das Landgericht Mühlhausen befand zwei Männer dafür im Jahr 2022 für schuldig, verhängte jedoch nur geringe Strafen. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil wegen erheblicher Rechtsfehler auf, sodass sich eine andere Kammer des Gerichts erneut mit dem Fall befassen muss.











