Aufführung am Mittwoch
„(Alb)traumartige Rückschau“: Theater bringt Özil-Stück zurück
03.11.2026 – 08:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Kaum ein Fußballer hat in der Vergangenheit so polarisiert wie Mesut Özil. Das Theater Bremen bringt ein Stück über ihn zurück auf die Bühne – um Fußball geht es darin aber nur bedingt.
Mesut Özil wurde 1988 in Gelsenkirchen geboren, mit 17 gelang ihm der Sprung zum Profi bei Schalke 04. Nach seinem Wechsel zu Werder Bremen schoss er sein erstes Bundesliga-Tor für die Grün-Weißen. 2014 folgte der Weltmeister-Titel. Als er seinen türkischen Pass gegen den deutschen tauschte, wurde er gleichermaßen gefeiert und kritisiert. Auch das Foto mit Erdoğan löste eine Welle der Empörung aus. Dazu – und zu anderen Aspekten seines Lebens – gab Özil in der Öffentlichkeit nur wenig preis.
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Das Theaterstück „Der Zauberer von Öz“ von Akın Emanuel Şipa begibt sich auf eine „(alb)traumartige Rückschau“ auf Özils Karriere – „heimgesucht von den Geistern der Vergangenheit“, heißt es in der Ankündigung. Darin gehe es weniger um Fußball – sondern um Zugehörigkeit, Rassismus und „ein Land, das nie so ganz wusste, was es von seinem Weltmeister halten soll“, schreibt das Portal „rausgegangenbremen“. Heute lebt Mesut Özil in Istanbul. Er selbst hat zu dem Theaterstück nichts beigetragen und auch keine Stellungnahme abgegeben.
Es fallen rassistische und antisemitische Ausdrücke
„Der Zauberer von Öz“ wurde bereits im vergangenen Herbst uraufgeführt. Am Mittwoch, 4. November, haben Zuschauer erneut die Gelegenheit, das Stück auf der Bühne zu sehen. Es wird um 19.30 Uhr mit türkischen und englischen Übertiteln im Kleinen Haus vom Theater Bremen aufgeführt. Weitere Spieltermine seien in Planung, so das Theater. Der Normalpreis für die Tickets beträgt 20 Euro.
Zuschauer sollten beachten, dass im Stück rassistische und antisemitische Ausdrücke fallen, ein Video zeigt zudem Gewalt und Flackerlicht.
