Tarifstreit NRW

IG Metall ruft Hunderte Betriebe zum Streik auf

03.11.2026 – 05:58 UhrLesedauer: 1 Min.

IG Metall-Fahnen: Die Gewerkschaft hofft auf eine hohe Beteiligung an Warnstreiks in NRW. (Quelle: Thomas Banneyer/dpa/dpa-bilder)

Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie eskaliert. In Nordrhein-Westfalen weitet die Gewerkschaft ihre Arbeitsniederlegungen deutlich aus.

Die IG Metall hat ihre Warnstreiks in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie am Dienstag erheblich ausgeweitet. Waren zum Wochenauftakt noch rund 4.000 Beschäftigte aus 33 Betrieben zum Ausstand aufgerufen, richtet sich der Streikaufruf nun an Mitarbeiter von rund 240 Betrieben im Bundesland.

Zu den betroffenen Standorten zählen das Mercedes-Werk in Düsseldorf, wo der Transporter Sprinter gebaut wird, sowie das Ford-Werk in Köln. An mehreren Standorten sind zudem Kundgebungen geplant. In NRW sind insgesamt rund 640.000 Menschen in der Metall- und Elektrobranche beschäftigt.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite lehnt das ab und bietet stattdessen zunächst eine Einmalzahlung sowie in einem zweiten Schritt eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten.

Zur Begründung verweisen die Arbeitgeber auf die schwierige wirtschaftliche Lage und hohe Kostenbelastungen für die Industrie. Die dritte Verhandlungsrunde ist laut IG Metall für den 9. November angesetzt.

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