
Tennismatch während Stromausfall
Merz verteidigt Wegner – der sieht „keinen Grund zur Entschuldigung“
Aktualisiert am 08.01.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Zehntausende Berliner waren tagelang ohne Strom, Bürgermeister Wegner spielte unterdessen Tennis. Doch der Kanzler verteidigt seinen Parteifreund.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat den wegen seines Krisenmanagements beim Stromausfall in Berlin in der Kritik stehenden Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in Schutz genommen. „In den Abläufen ist nichts zu kritisieren“, sagte Merz am Donnerstag bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Kloster Seeon vor Journalisten. „Wir hätten das wahrscheinlich nicht viel besser machen können, als es so gemacht wurde.“
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„Wir können unsere Infrastruktur nicht lückenlos schützen, aber wir brauchen Redundanzen“, sagte Merz. Die habe es in Berlin offensichtlich nicht im erforderlichen Umfang gegeben. Es müsse nun ausführlich analysiert werden, was zukünftig getan werden müsse.
Wegner selbst sieht derweil keinen Grund, sich für das Tennismatch zu entschuldigen. Auf die Frage, ob er in seiner CDU-Fraktion um Entschuldigung gebeten habe, sagte Berlins Regierender Bürgermeister am Rande eines Termins im Roten Rathaus: „Es gibt ja keinen Grund zur Entschuldigung, wenn man eine Krise anderthalb Tage vorher beendet. Ich will das noch mal sagen: Das Krisenmanagement hat funktioniert. Wir haben das gut hinbekommen.“ Der Blackout war einen Tag früher repariert als vom Senat angekündigt.
Zu dem einstündigen Tennismatch am Samstag sagte Wegner weiter: „Mir war an diesem Tag wichtig, dass ich eine Stunde Sport mache. Ich musste abschalten. Ich musste herunterkommen. Ich musste meine Gedanken fassen und ordnen.“










