Modernisierung geplant
Cern schaltet Teilchenbeschleuniger ab
Aktualisiert am 29.06.2026 – 12:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Kein Protonenstrahl mehr im LHC-Teilchenbeschleuniger: Mit stärkeren Magneten und Detektoren wollen Forscher ab 2030 einem Mysterium des Alls nachspüren.
Wie geplant ist der große Teilchenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf am Montag um 6 Uhr abgeschaltet worden. Der LHC (Large Hadron Collider) wird in den nächsten vier Jahren in wichtigen Teilen erneuert, um mit noch mehr Protonenkollisionen weiteren Geheimnissen des Weltalls auf die Spur zu kommen. Der neue Beschleuniger Hilumi-LHC soll im Juni 2030 hochgefahren werden.
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„Mach’s gut, LHC, und danke für all die Kollisionen“, schrieb das Cern um 5.52 Uhr und 15 Sekunden. „Begeben wir uns auf den Weg zum Hilumi-LHC.“ Auf der live geschalteten LHC-Seite war kurz danach ein blauer Balken zu sehen mit der dicken Aufschrift: „No beam“ – also kein Protonenstrahl mehr im 27 Kilometer langen ringförmigen Beschleuniger.
Welche Teilchen stecken hinter der Dunklen Materie?
Unter anderem hoffen die Physiker, ab 2030 mit leistungsstärkeren Magneten und besseren Detektoren mehr über die Beschaffenheit der Dunklen Materie herauszufinden. Sie macht zusammen mit der Dunklen Energie etwa 95 Prozent des Universums aus. Allerdings ist es noch nie gelungen, die Teilchen nachzuweisen, die hinter der Dunklen Materie stecken.
Der Name Cern ist die Abkürzung des französischen Namens der Organisation: Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire (Europäischer Rat zur Nuklearforschung). Direkt beim Cern arbeiten etwa 2.500 Leute, die Kollaborationen mit Physikerinnen und Physikern in aller Welt, die Daten auswerten, umfassen mehr als 17.000 Menschen. Das Cern hat 24 Mitgliedsländer, darunter Deutschland, das mit Abstand der größte Geldgeber ist.










