
„Rutschiger Reif“
Tausende Touristen hängen in Lappland fest
13.01.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 1 Min.
In Lappland ist man Kälte gewohnt, aber anhaltend minus 35 Grad waren dann doch zu viel. Der Flughafen in Kittilä machte dicht.
Tausende Touristen sind im finnischen Lappland gestrandet, nachdem eine schwere Kälteperiode Flüge von einem der dortigen Flughäfen lahmgelegt hat. Abflüge vom Flughafen Kittilä, die Winterurlauber zurück an Orte wie London, Bristol, Manchester, Paris und Amsterdam hätten bringen sollen, wurden gestrichen, berichten die britische BBC und die US-Nachrichtenagentur AP. Grund seien die Temperaturen, die in den vergangenen Tagen auch tagsüber nicht über minus 35 Grad Celsius stiegen. Ob auch Deutsche unter den Gestrandeten sind, wurde nicht klar.
Die extreme Kälte erschwert den Angaben zufolge das Enteisen der Flugzeuge. Wartungs- und Betankungsgeräte am Boden könnten einfrieren, heißt es. Der Flughafenbetreiber Finavia erklärte dem öffentlich-rechtlichen Sender Yle, dass die Feuchtigkeit in der Luft die Situation verschärfe, da sie rutschigen Reif bilde.
Die große finnische Tageszeitung „Helsingin Sanomat“ berichtet, dass viele Betroffene am Dienstag Kittilä verlassen konnten. Ein Problem seien die verschneiten und zugefrorenen Zufahrtsstraßen. So sei ein Bus mit ukrainischen Passagieren am Sonntagmorgen in einen Graben geraten. Schwerverletzte gab es den Angaben zufolge nicht.
Lappland – das sich größtenteils nördlich des Polarkreises über die Länder Norwegen, Schweden, Finnland und Russland erstreckt – ist für Kälte und Schnee bekannt. Die durchschnittliche Wintertemperatur liegt bei minus 14 Grad Celsius, mit gelegentlichen Einbrüchen auf bis zu minus 30 Grad.











