Theater und Film
Beliebter „Tatort“-Star stirbt nach kurzer schwerer Krankheit
28.05.2026 – 01:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Swetlana Schönfeld ist tot. Die Schauspielerin stand an Deutschlands größten Bühnen – und ihr Leben war Grundlage für ein ganz besonderes Filmprojekt.
Die Schauspielerin Swetlana Schönfeld ist tot. Sie starb bereits am 17. Mai nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Berlin. Das teilte die Schauspielagentur Windhuis unter Berufung auf ihre Familie mit. Die Beisetzung ist in engem Kreis geplant.
Schönfeld gehörte viele Jahre zu den Ensemblemitgliedern des Maxim Gorki Theaters und des Berliner Ensembles. Außerdem stand sie am Deutschen Theater, an der Schaubühne am Lehniner Platz sowie bei den Salzburger Festspielen und der Ruhrtriennale auf der Bühne. Im Laufe ihrer langen Theaterkarriere arbeitete sie mit renommierten Regisseuren wie Thomas Langhoff, Luc Bondy, Andrea Breth und Claus Peymann zusammen.
Karriere begann bei der DEFA in der DDR
Ihre Film- und Fernsehkarriere begann Schönfeld bei der DEFA in der DDR. Bereits 1977 wurde sie mit dem Ernst-Zinna-Preis als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Seit den 1990er-Jahren war sie zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen – von „Soko Wismar“ bis „Bettys Diagnose“.
Einem breiten Fernsehpublikum bekannt war sie hauptsächlich durch ihre Rolle als Mutter der Kommissarin Saalfeld im „Leipziger Tatort“, die sie von 2008 bis 2012 verkörperte. Ferner übernahm sie Serienrollen in „Das Institut – Oase des Scheiterns“, „Frau Jordan stellt gleich“ und „Rentnercops“.
Ihre Familiengeschichte als Drehbuchvorlage
Auch in Kinoproduktionen war Schönfeld regelmäßig zu sehen – unter anderem in „Die letzten Millionen“ (Regie: Udo Witte), „Vorsicht vor Leuten“ (Regie: Arne Feldhusen), „Vier gegen die Bank“ (Regie: Wolfgang Petersen) und „Mit der Faust in die Welt schlagen“ (Regie: Constanze Klaue).
Eine besondere Verbindung bestand zum Film „Und der Zukunft zugewandt“ unter der Regie von Bernd Böhlich: Für dessen Drehbuch diente Schönfelds eigene Familiengeschichte als Grundlage.
