
Im Film „Gefahrengebiet“ zeigte sich Bonard von ihrer verletzlichen Seite. Diesmal ergriff sie keine Partei für andere, sondern kümmerte sich um sich. Sie zeigte Schwächen, Ängste, Bedenken – und durchlebte einen inneren Wandel. Die „Tatort“-Figur war am Ende positiv gestimmt, offen für Neues. Sie verabschiedete ihren Kollegen Karow per Du und genoss einen Sekt im Plastikglas. Obwohl sie vorher klargemacht hatte: „Sekt und Schnittchen, das ist nichts für mich.“
Corinna Harfouchs Ausstieg nach nur sechs Fällen war von Anfang an so kommuniziert worden, deshalb sei sie auch nicht traurig darüber, sagte die Schauspielerin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Denn: Es „wäre widersinnig, in meinem Alter als ‚Tatort‘-Kommissarin weiterzumachen“, so die 71-Jährige weiter. Auch übte sie Kritik an den Machern der ARD-Krimis. Sie erklärte: „Ich hätte mir hier und da ein bisschen mehr Freiheit gewünscht.“ Doch: „Die Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, sind sehr begrenzt.“
Nach dem „Tatort“-Aus sei für sie an ein gänzliches Karriereende bislang nicht zu denken. Der „Berliner Morgenpost“ sagte Harfouch: „Ich habe das ganze letzte Jahr durchgearbeitet und bin auch gerade mitten in Proben am Deutschen Theater. Ich sage zwar meiner Familie immer wieder, dass ich demnächst kürzertreten werde, aber da glaubt mir sowieso keiner mehr. Und warum auch, arbeiten macht doch Spaß.“
Wer Harfouchs Nachfolge beim Berliner „Tatort“ antritt, ist derzeit nicht bekannt. Klar ist hingegen: Bevor es mit einem neuen Partner oder Partnerin weitergeht, wird Mark Waschke alias Robert Karow laut dem federführenden RBB einmal solo ermitteln.
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