
Preise massiv gestiegen
ADAC warnt: Autofahren wird zum Luxus
05.01.2026 – 09:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Kaufen, tanken, versichern: Autofahren wird von Jahr zu Jahr teurer. Besonders bei einer Antriebsart steigen die Kosten deutlich.
Die individuelle Mobilität wird immer teurer. Eine Analyse des ADAC Südbayern zeigt: Die Kosten rund ums Auto sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen – und das in fast allen Bereichen. Besonders beim Neuwagenkauf, an der Tankstelle und bei der Versicherung müssen Autofahrer spürbar mehr zahlen als noch im Jahr 2020.
Am deutlichsten zeigt sich die Entwicklung beim Blick auf die Listenpreise gängiger Neuwagenmodelle. Beim VW Golf etwa, einem der meistverkauften Autos in Deutschland, lag der durchschnittliche Anstieg zwischen 2020 und 2025 bei 22,74 Prozent – ausstattungsbereinigt. Ein Modell des Golf 2.0 TDI in der Variante Style kostete im Oktober 2025 laut Konfigurator 42.275 Euro, fünf Jahre zuvor waren es noch 34.424,72 Euro.
Die untersuchten Modelle verteuerten sich durchschnittlich um bis zu 33 Prozent. Auch der Toyota Corolla mit Hybridantrieb wurde teurer: Zwischen 2020 und 2025 stiegen die Preise je nach Ausführung um 14 bis 20 Prozent.
Etwas moderater verlief die Entwicklung bei Modellen von BMW. Beim 4er – sowohl Benziner als auch Diesel – legten die Preise seit 2021 im Schnitt um etwa zehn Prozent zu.
Auch bei batterieelektrischen Fahrzeugen gingen die Preise nach oben – allerdings deutlich langsamer. Beim VW ID.3 stiegen die Listenpreise der Modelle Pro und Pro S im Schnitt um rund vier Prozent. Gleichzeitig wurden die Akkupakete technisch leicht überarbeitet und die Reichweiten erhöht, was den Preisunterschied zusätzlich relativiert.
Der BMW i4, ein vollelektrisches Modell der 4er-Reihe, wurde zwischen 2021 und 2025 in der Variante eDrive40 im Schnitt um 3,84 Prozent teurer. Nach Einschätzung des ADAC Südbayern könnte die geringere Nachfrage nach Elektroautos ein Grund dafür sein, dass die Preise für E-Autos nicht stärker gestiegen sind.
Neben dem Kaufpreis spielt auch der laufende Unterhalt eine zunehmend größere Rolle. Besonders deutlich zeigt sich das bei der Kfz-Versicherung. Laut Statistischem Bundesamt haben sich die Beiträge zwischen 2020 und 2024 um 43,6 Prozent erhöht. Für 2025 liegt noch kein vollständiger Wert vor, die Tendenz bleibt aber steigend.
Gründe für den Preisanstieg sind unter anderem höhere Kosten für Ersatzteile, gestiegene Werkstattpreise und zunehmende Schäden durch Unwetter.
Noch unmittelbarer erleben Autofahrer die Preissteigerungen an der Zapf- und Ladesäule. Der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Superbenzin stieg von 1,255 Euro (Oktober 2020) auf 1,672 Euro im Jahr 2025 – ein Plus von 33 Prozent. Diesel verteuerte sich im gleichen Zeitraum sogar um 43 Prozent: von 1,111 Euro auf 1,594 Euro je Liter.











