
„Tagesthemen“ müssen sich neu aufstellen
Überraschender ARD-Abschied – Moderator geht
Aktualisiert am 07.01.2026 – 16:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Helge Fuhst ist seit mehr als fünf Jahren eine Konstante im Nachrichtenprogramm der ARD. Jetzt scheint es den Moderator offenbar zu den Privaten zu ziehen.
Verlässt Helge Fuhst das ARD-Flaggschiff „Tagesthemen“? Seit über fünf Jahren fungiert er als zweiter Chefredakteur von „ARD-aktuell“ und steht zudem regelmäßig als Moderator der „Tagesthemen“ vor der Kamera. Jetzt berichtet die Katholische Nachrichtenagentur, Fuhst wechsle zu einem privaten Medienunternehmen. Welches genau, das geht aus der Berichterstattung nicht hervor.
Eine Bestätigung des 41-Jährigen selbst gibt es bislang nicht. Auf Anfrage von t-online bestätigt aber sein Heimatsender NDR die Nachricht: Es sei korrekt, dass Fuhst seine Aufgaben bei „ARD-aktuell“ und den „Tagesthemen“ niederlege. „Alle weiteren Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt“, so eine Sprecherin des Senders.
Dem Medienbericht zufolge soll Fuhst bei seinem neuen Arbeitgeber fortan sowohl Management-Aufgaben übernehmen als auch selbst vor der Kamera stehen. Dies entspräche exakt dem gleichen Anforderungsprofil, welches er derzeit im Hause der ARD erfüllen muss. Dort ist er zum einen als „Tagesthemen“-Moderator im Einsatz und organisiert Zuständigkeiten und Aufgaben als Leiter des ARD-Nachrichtenmagazins.
Helge Fuhst ist inzwischen zu einer prominenten Figur im Personalaufgebot der ARD gereift. Seit September 2019 ist er Stellvertreter von „ARD-aktuell“-Chefredakteur Marcus Bornheim. Zuvor war Fuhst beim öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftsprogramm Phoenix unter anderem als Programmgeschäftsführer tätig. Von 2016 bis 2017 moderierte Fuhst die Nachrichtensendung „Phoenix der Tag“ sowie Sondersendungen, später folgten auch Diskussionssendungen wie „Unter den Linden“. Jahrelang galt Fuhst als Schützling des ehemaligen WDR-Intendanten Tom Buhrow.
Der Medienbericht fußt auf namentlich nicht näher genannten Quellen aus dem NDR. Demnach soll sein neuer Arbeitgeber im Februar kommuniziert werden, sobald letzte offene Fragen geklärt sind.
Wechselt Fuhst tatsächlich zur privaten Konkurrenz, würde er sich in eine prominent besetzte Liste einreihen. Moderatoren von ARD und ZDF, die aus einer öffentlich-rechtlichen Leitungsebene zu den Privaten wechselten, gab es zuletzt mehrere. Sprecherin Linda Zervakis zog es zu ProSieben, Marc Bator ging zu Sat.1, Pinar Atalay wechselte in Richtung RTL und Constantin Schreiber ist seit einigen Monaten beim Axel-Springer-Verlag tätig.











