
Erfolgsregisseur, Frauenheld, Angeklagter
Das war der berühmte Ex-Freund von „Tagesschau“-Legende Dagmar Berghoff
25.01.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Als Nachrichtensprecherin begeisterte Dagmar Berghoff jahrzehntelang ein Millionenpublikum. Ihr Ex-Freund gehörte zu Deutschlands Top-Regisseuren.
Auf der Suche nach geschichtsträchtigen Gesichtern des öffentlich-rechtlichen Fernsehens stößt man irgendwann auch auf den Namen Dagmar Berghoff. Als erste Sprecherin der „Tagessschau“ gehörte die Berlinerin mit dem markanten Kurzhaarschnitt jahrzehntelang zu den bekanntesten Persönlichkeiten des Landes. Kurz vor ihrem Debüt als Nachrichtensprecherin war die zweifache „Bambi“-Preisträgerin mit einem Mann liiert, der zur selben Zeit mit seiner Arbeit hinter der Kamera für Furore sorgte. Sein Name: Dieter Wedel.
Dreieinhalb Jahre waren die „Tagesschau“-Sprecherin, die heute ihren 83. Geburtstag feiert, und der exzentrische Regisseur ein Paar. Als Berghoff, die zuvor auch kleinere Schauspielrollen übernommen hatte („Einmal im Leben – Geschichten eines Eigenheims“), in die Rolle der Nachrichtensprecherin schlüpfte, war es Wedel, der ihr erklärte, was diese Entscheidung für Folgen haben könnte: „Er hat zu mir gesagt: Wenn du als „Tagesschau“-Gesicht bekannt wirst, kann dich eigentlich kein Regisseur mehr für eine andere Rolle besetzen“, verrät Dagmar Berghoff am Silvestertag 1999 in einem Interview mit der „Welt“.
Dieter Wedel kannte das Business. Im Jahr 1973 produzierte er bereits einen „Tatort“ („Ein ganz gewöhnlicher Mord“), der sagenhafte 24,73 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte. Danach folgte eine TV- und Kino-Karriere wie aus dem Bilderbuch. Vor allem seine Mehrteiler waren allesamt große Erfolge. Egal, ob es um fleißige Häuslebauer („Einmal im Leben – Geschichten eines Eigenheims“), Pauschalreisende („Alle Jahre wieder – Die Familie Semmeling“) oder Roadtrip-Fans („Wilder Westen inklusive“) ging: Wedel-Produktionen waren Garanten für hohe Einschaltquoten.
Dieter Wedel war aber auch nach Drehschluss ein gefragter und begehrter Mann. In seiner 2010 veröffentlichten Autobiografie „Vom schönen Schein und wirklichen Leben“ berichtet Wedel von zahlreichen Beziehungen, Affären und Liebeleien. „Frauen versuchen, den Regisseur mit ihrem Spiel und ihrer Weiblichkeit zu verführen. Manchmal vermischt sich beides ununterscheidbar“, erklärt der Filmemacher.











