Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte
Brot, Backwaren und andere Lebensmittel
Für die korrekte Berechnung müssen die Werte zusammengezählt werden, und zwar in den am jeweiligen Tag verzehrten Portionsgrößen. Die Summe sollte unter der Obergrenze von 720 Milligramm Harnsäure liegen. Für eine ungefähre Einschätzung gibt es eine einfache Faustregel: Bis zu 150 Gramm Fleisch, Wurst oder Fisch am Tag gelten als unbedenklich.
Etwa ein Drittel der Harnsäure im Blut stammt aus der Ernährung, den Rest bildet der Körper beim Abbau eigener Zellen. Eine purinarme Kost kann den Harnsäurespiegel daher nur zu einem gewissen Maße senken. Gichtanfälle lassen sich allein über die Ernährung also nicht sicher verhindern.
Bei purinarmer Diät besteht zwar definitiv ein geringeres Risiko für erneute Gichtanfälle als bei einer fleisch- und fischlastigen Kost. Wie viel geringer, ist aber unklar, weil es dazu noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt.
Folgende Ernährungstipps können Menschen mit Gicht zur Orientierung dienen:
Die ideale Ernährung bei Gicht muss vieles auf einmal bewirken: den Harnsäurespiegel niedrig halten, zur Normalisierung des Gewichts beitragen und vor häufigen Begleiterkrankungen der Gicht schützen – vor allem Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Obendrein sollte sie über Jahrzehnte hinweg durchzuhalten sein.
Ob eine der vielen Diäten, die bislang entwickelt wurden, all das ermöglicht, ist bislang nicht ausreichend erforscht und unter Fachleuten umstritten. Eine Ernährungsform, die diese Kriterien zumindest teilweise erfüllt, ist die Mittelmeerdiät. Wer sich daran hält, meidet Fertigkost, isst selten Fleisch und ernährt sich hauptsächlich von Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Nüssen sowie Olivenöl.
Studien belegen, dass die mediterrane Ernährung tatsächlich vor zahlreichen Erkrankungen schützt, die häufig zusammen mit Gicht auftreten. Auch zum Abnehmen eignet sie sich. Einige Studien deuten darauf hin, dass sie sich zudem günstig auf den Harnsäurespiegel auswirkt. Um sie bei Gicht zu empfehlen, reichen diese Untersuchungen aber nicht aus.











