„Bühne steht erstmal nicht mehr zur Verfügung“
Nach Wutrede von Stefan Mross: SWR äußert sich
09.09.2026 – 17:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Aus von „Immer wieder sonntags“ kritisierte Stefan Mross die Entscheidung mit scharfen Worten. Nun hat sich auch Clemens Bratzler zu Wort gemeldet.
Am 6. September 2026 lief die letzte Folge von „Immer wieder sonntags“ im Ersten. Nach mehr als 30 Jahren wurde die Musikshow abgesetzt. Stefan Mross hatte die Sendung 21 Jahre moderiert, über die Entscheidung des SWR zeigte er sich in den vergangenen Wochen immer wieder enttäuscht. Die After-Show-Party nach der letzten Ausgabe im Hotel „Santa Isabel“ verließ der Moderator Mross nach weniger als einer Stunde – mit scharfen Worten in Richtung der Verantwortlichen.
„Ich habe immer zu euch gehalten“, sagte er. Er habe nie ein schlechtes Wort über die ARD oder den SWR verloren. „Das war mir ganz, ganz wichtig, weil das Positive überwiegt. Das ist wie in einer Ehe. […] Man hat ja eine wunderbare Zeit hinter sich. Nur das Ende, das Finale: Irgendwann trennt man sich. Wie man sich trennt, ist eine andere Sache.“ In Richtung Clemens Bratzler, der SWR-Programmdirektor Unterhaltung, sagte Stefan Mross: „Ich wurde auch vorgeführt! Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, es war so!“
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Inzwischen hat sich auch Bratzler zu Wort gemeldet und sich zur Wutrede von Stefan Mross geäußert. „Ich weiß, dass das für ihn total hart war, auch ihm das zu sagen“, sagt der Programmdirektor im Interview mit RadioBWSchlager1. „Das hat eine Brutalität für jemanden, der so für dieses Format gelebt hat.“ Bratzler hatte entschieden, „Immer wieder sonntags“ nach mehr als 30 Jahren aus dem Programm zu nehmen. „Auch wenn ich die Verantwortung für die Entscheidung trage, bin ich auch traurig, dass das Format jetzt so nicht weitergeführt werden kann.“

Gleichzeitig stellte er klar, dass er die Entscheidung nicht allein getroffen habe. Es sei eine Abwägung gewesen, „an der viele im SWR und in der ARD beteiligt waren“. Für ihn persönlich sei es dennoch „die schwierigste Entscheidung“ seit seinem Amtsantritt als Direktor gewesen.












