
„Respektlos und dumm“
Sven Hannawald wütet wegen Skispringer
04.01.2026 – 13:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der Tournee erregt Timi Zajcs Disqualifikation Aufsehen. Ex-Skispringer Sven Hannawald findet für den Slowenen und dessen Verhalten deutliche Worte.
Der frühere Skisprung-Star und heutige Experte Sven Hannawald hat nach der doppelten Disqualifikation von Timi Zajc bei der Vierschanzentournee ein hartes Urteil gefällt. „Da habe ich zwei Worte für: respektlos und dumm“, sagte der ehemalige Tournee-Gewinner im Interview mit Sport1. „Das beschreibt genau das, was dieser Typ ist. Ich weiß gar nicht, wie er denkt oder wie er aufgewachsen ist.“
Zajcs Anzug hatte sowohl in Oberstdorf als auch Garmisch-Partenkirchen nicht den Vorschriften entsprochen. Als Folge wurde der Slowene, der in Oberstdorf zunächst den zweiten Platz belegt hatte, für den Rest der Tournee gesperrt.
Hannawald kann darüber nur den Kopf schütteln. „Wenn ich sehe, dass er sich erst sogar noch lustig macht über das Reglement und sagt: Na gut, dann ziehe ich halt ein bisschen am Anzug. Da weiß ich gar nicht, was ich sagen soll“, so der 51-Jährige. „Bei solchen Beispielen fehlen mir echt die Worte. Er scheint allgemein sehr kompliziert zu sein und in seiner eigenen Welt zu leben.“
„Fassungslos“ macht Hannawald auch ein Vorfall bei den Frauen. Dort war die Norwegerin Anna Odine Strøm wegen einer zusätzlichen Sohle im Socken disqualifiziert worden. Das norwegische Team legte erst nach dem Wettkampf ein medizinisches Attest vor – für Hannawald ein Unding.
Seiner Meinung nach sei das vorher beim Skiverband Fis zu beantragen. Denn: „Danach kannst du dir alle möglichen Ausreden einfallen lassen“, sagte Hannawald weiter. „Also wollen die uns alle verarschen?“ Und: „Das sind für mich genau die Kandidaten, bei denen ich in die Ergebnislisten der Vergangenheit reinschaue und weiß: Beschiss, Beschiss, Beschiss. Die scheinen nicht anders vorwärtszukommen.“










