Ausverkauf hat begonnen
Kunden stürmen Tegut-Supermärkte
Aktualisiert am 16.10.2026 – 12:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Lebensmittel werden immer teurer, nur bei Tegut ist es gerade preiswert wie nie zuvor. Der Grund: Die Kette schließt ihre Geschäfte, alles muss raus aus den Läden.
Tegut erlebt zurzeit einen wahren Kundenansturm. Bei der Lebensmittelkette mit ursprünglich rund 300 Filialen in Deutschland läuft bis zum morgigen Samstag der Ausverkauf der Ware zum halben Preis. Tegut-Mitarbeiter und Kunden berichten in lokalen Medien von einem Andrang wie vor Weihnachten.
Bereits am Donnerstagvormittag soll es in einer Darmstädter Filiale hoch hergegangen sein, schreibt die „Lebensmittel Zeitung“. In Bad Soden „rennen die Kunden dem kleinen Tegut-Markt, der im November als Netto-Filiale wieder öffnen soll, die Bude ein“. Zu Beginn des Ausverkaufs seien die Waren mit einem Rabatt von 30 Prozent angeboten worden, jetzt sogar zu 50 Prozent.
- Kartellamt gibt Bewilligung: Rewe übernimmt 38 Tegut-Märkte
„Kartonweise trugen Kunden Nudeln aus dem Markt“
Kunden füllten gleich mehrere Einkaufswagen voller Lebensmittel, berichtet das Portal „Osthessen News“. Der Andrang im Tegut-Markt in Bad Hersfeld sei zeitweise so groß gewesen, dass die Mitarbeiter den Einlass aus Sicherheitsgründen vorübergehend stoppen mussten. „Vor der Tür bildeten sich Warteschlangen, drinnen ging es dicht an dicht weiter. Auch an den Kassen brauchten die Kunden Geduld. Wartezeiten von bis zu zwei Stunden wurden offenbar bereitwillig in Kauf genommen“, heißt es.
Die Filialmitarbeiter seien kaum hinterhergekommen, die Ware aus dem Lager wieder aufzufüllen. Kartonweise trugen Kunden Nudeln oder Konserven aus dem Markt, beobachtete die „Lebensmittel Zeitung“. Mehl, Kaffeebohnen, Nüsse, Müsli, Nudeln und Reis hielten sich ein wenig länger.
Warum der Ausverkauf? Die Muttergesellschaft von Tegut, Migros Zürich, hat aufgrund jahrelanger Millionenverluste den Rückzug aus Deutschland beschlossen. Das Filialnetz wird derzeit zerschlagen. Das Bundeskartellamt hat Übernahmen durch die Konkurrenten Edeka (etwa 178 Märkte) und Rewe (38 Märkte) sowie kleinere Übernahmen (Netto, Enso) genehmigt.











