Ein einfaches Detail entscheidet
Studie: So können Katzen wesentlich länger leben
25.03.2026 – 07:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine aktuelle Studie zeigt: Die Haltungsform entscheidet maßgeblich darüber, wie alt Katzen werden. Freigänger haben eine stark verkürzte Lebenserwartung.
Katzen haben eine Lebenserwartung von etwa 13 bis 20 Jahren. Wie alt sie tatsächlich werden, hängt von diversen Faktoren ab. Neben der Rasse spielt vor allem eine Sache eine große Rolle: die Art der Haltung. Und nun unterstreicht eine aktuelle Studie noch einmal, wie wichtig dieser Faktor ist.
Denn frei laufende Katzen haben ein wesentlich höheres Risiko für Verletzungen, Unfälle und Infektionskrankheiten als Wohnungskatzen – und somit auch im Schnitt eine geringere Lebenserwartung. Das Forschungsteam um den Biologen Michael C. Calver von der Murdoch University in Australien hat zahlreiche Studien zu dem Thema ausgewertet. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Global Ecology and Conservation“ veröffentlicht.
Die Daten zeigen: Freigänger erreichen im Schnitt nur etwa 70 bis 80 Prozent der Lebensdauer von Wohnungskatzen. Teilweise sterben Freigänger mehr als zehn Jahre früher. Besonders betroffen sind junge, männliche Katzen. In Deutschland sind 80 Prozent der Katzen, die an einer traumatischen Verletzung (etwa durch einen Verkehrsunfall) sterben, Kater unter fünf Jahren.
Gefahren für Freigänger ergeben sich vor allem aus:
Nicht nur die Tiere leiden unter den Risiken. Tierhalter müssen oft hohe Tierarztkosten tragen, etwa nach Verletzungen. Manche Katzen tragen lebenslange Schäden davon. Auch für Besitzer können solche Situationen belastend sein, denn für viele gehören die Samtpfoten zur Familie.
Zudem zeigen Studien, dass Katzen in geschützter Umgebung teilweise eine höhere Lebensqualität haben können – etwa durch intensivere Bindung zu ihren Besitzern. Aber: Ein reines Leben in der Wohnung ist nicht automatisch besser. Bewegungsmangel kann zu Übergewicht oder Diabetes führen. Auch Verhaltensprobleme wie Stress oder Aggression können auftreten.
Deswegen ist es wichtig, dass die Innenräume artgerecht gestaltet sind und Katzen genug Beschäftigung, Bewegung, aber auch Rückzugsorte haben. Das betonen auch die Studienautoren. Wohnungskatzen brauchen etwa Kratzbäume zum Klettern und Kratzen, artgerechtes Spielzeug (und Halter, die sich dementsprechend mit ihnen beschäftigen), eine ausreichende Anzahl an sauberen Katzentoiletten und natürlich Futter, Wasser und (Fell-)Pflege.











