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Home » Studie zeigt mögliches Risiko für DNA-Schädigung
Leben

Studie zeigt mögliches Risiko für DNA-Schädigung

Von zeit-heute.deFebruar 8, 20263 Min Gelesen
Studie zeigt mögliches Risiko für DNA-Schädigung
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Studie zeigt mögliches Risiko für DNA-Schädigung

Alternative zu Zucker

Wann der Süßstoff Sucralose die Gesundheit gefährden kann

Von dpa, t-online, cch, lz

Aktualisiert am 12.02.2025Lesedauer: 3 Min.

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Süßstoff: Die beliebte Zuckeralternative wird vor allem von Diabetikern gern genutzt. (Quelle: gilaxia/getty-images-bilder)

Der Süßstoff Sucralose ist eine beliebte Alternative zu Zucker. Die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen nun, dass der Zuckerersatz gesundheitsschädlich sein könnte.

Sucralose ist ein Süßstoff, der aus Haushaltszucker besteht. Für den intensiv süßen Geschmack wird der Zucker allerdings mit bestimmten Chlorverbindungen modifiziert, weshalb er auch unter dem Namen Chlorzucker bekannt ist. Ein weiterer Name ist Trichlorgalactosaccharose (TGS). In der Europäischen Union ist der Süßstoff als E 955 zugelassen.

Sucralose ist rund 600 Mal süßer als Zucker und hat dabei keinen bitteren Nachgeschmack wie manche andere Süßstoffe. Sucralose kann im Körper kaum verwertet werden und liefert deshalb keine Kalorien. Zudem fördert der Süßstoff keine Karies.

Sucralose wird häufig als Süßungsmittel in zuckerfreien oder energiereduzierten Lebensmitteln verwendet – etwa in Getränken, in Süß- und Backwaren, Brotaufstrichen oder Desserts. Sie wird auch süßsaurem Obst, Gemüse oder Fisch in Konserven zugefügt. Darüber hinaus ist das Süßungsmittel auch für Soßen, Senf, Knabbereien aus Getreide oder Nüssen und Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.

In einer aktuellen Studie haben amerikanische Forscher der North Carolina State University herausgefunden, dass Sucralose und das Abbauprodukt Sucralose-6-Acetat gesundheitsgefährdend sein könnten. Sucralose-6-Acetat entsteht beim Abbau des Süßstoffs im Körper, aber auch bei der Herstellung als Verunreinigung.

Um die Wirkung von Sucralose und ihrem Abbauprodukt zu untersuchen, nutzten die Forscher menschliche Blutzellen und Darmgewebe. Dabei analysierten sie, wie der Süßstoff auf die Zellen und die enthaltene DNA reagiert. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift
„Journal of Toxicology and Environmental Health“ veröffentlicht.

Das Ergebnis: Sucralose und Sucralose-6-Acetat waren im Zellversuch gentoxisch. Das heißt, sie führten zu schädlichen Veränderungen der DNA. Zudem beobachteten die Wissenschaftler, dass Zellen, die mit dem Süßstoff in Kontakt kamen, Gene aktivieren, die mit Entzündungen, oxidativem Stress und Krebs zusammenhängen. Und auch die Darmzellen wurden durch Sucralose und Sucralose-6-Acetat beschädigt.

Ein weiterer Nachteil der Sucralose: Lebensmittel, die den Süßstoff enthalten, können bei Temperaturen ab 120 Grad Gefahren für die Gesundheit verursachen. Das zeigte eine Auswertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bereits im Jahr 2019.

Sie fanden heraus, dass beim Erhitzen von sucralosehaltigen Lebensmitteln wie Backwaren Verbindungen mit gesundheitsschädlichem und krebserzeugendem Potenzial entstehen können. Gemeint sind chlorierte Verbindungen, wie etwa die Stoffgruppe der Dioxine. Für eine abschließende Risikobewertung fehlen allerdings noch Daten, so das Institut. Unklar sei etwa, welche Mengen toxischer Stoffe beim Erhitzen von Sucralose entstehen.

Um die kritische Temperatur zu umgehen, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bayern, den Süßstoff entweder nur bei kalten Speisen oder Getränken zu verwenden oder ihn bei warmen Speisen erst nach dem Erhitzen hinzuzufügen.

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