Laut Studie

Diese Getränke schaden womöglich der Psyche


Aktualisiert am 11.09.2026 – 08:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Frau trinkt Limonade (Symbolbild): In Deutschland nimmt jeder pro Jahr im Schnitt rund 125 Liter alkoholfreie Erfrischungsgetränke zu sich. (Quelle: Milan_Jovic/getty-images-bilder)

Bestimmte alkoholfreie Getränke stehen mit einem höheren Risiko für Depressionen und Angst in Verbindung. Eine Ausnahme stellt Kaffee dar.

Ob Limo, Energydrinks, Bubble Tea oder Kaffee – viele von uns greifen täglich zu solchen Getränken. Forscher haben nun untersucht, ob sich bestimmte alkoholfreie Getränke auch auf die psychische Gesundheit auswirken. Dafür werteten sie die Ergebnisse von 59 Studien mit insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen aus.

Süße und sprudelnde Drinks als Risiko

Dabei zeigte sich, dass Menschen, die mehr alkoholfreie Getränke konsumierten, insgesamt häufiger unter Depressionen und Ängsten litten. Das galt allerdings nicht für alle Getränke gleichermaßen.

Vor allem bei zuckerhaltigen Getränken, Bubble Tea, kohlensäurehaltigen Getränken, Softdrinks, künstlich gesüßten Getränken und Energydrinks gab es einen Zusammenhang mit Depressionen. Bubble Tea und kohlensäurehaltige Getränke standen zudem mit Angst in Verbindung.

Am deutlichsten waren die Zusammenhänge bei Jugendlichen. Die Forscher vermuten, dass das noch nicht vollständig ausgereifte Gehirn in dieser Lebensphase empfindlicher auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren könnte.

Kaffee ist ein Sonderfall

Bei Kaffee hingegen war ein höherer Konsum in der Auswertung sogar mit einem geringeren Risiko für Depressionen verbunden. Möglicherweise, weil bestimmte Inhaltsstoffe im Kaffee entzündungshemmend und antioxidativ wirken könnten, mutmaßen die Forscher.

Beim Thema Stress waren die Ergebnisse zunächst nicht eindeutig. Erst nachdem eine einzelne Studie aus der Auswertung herausgenommen worden war, zeigte sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang: Demnach war ein höherer Konsum der untersuchten alkoholfreien Getränke mit einem häufigeren Auftreten von Stress verbunden.

Was bedeutet das für den Alltag?

Die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu interpretieren. Ein großer Teil der Studien waren sogenannte Querschnittsstudien, die Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt erfassen. Sie zeigen also lediglich, dass der Konsum bestimmter Getränke und psychische Beschwerden zusammen auftreten können. Ob diese Getränke die psychischen Probleme wirklich verursachen, lässt sich daraus nicht ableiten.

Denkbar wäre auch, dass Menschen mit psychischen Problemen häufiger zu bestimmten Getränken greifen. Ebenso könnten andere Faktoren wie Schlaf, Bewegung, Rauchen, Ernährung oder Bildung und Einkommen eine Rolle spielen. Die Autoren betonen daher, dass weitere Studien nötig sind, bevor sich daraus konkrete Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.

Share.
Die mobile Version verlassen