
Regierender Bürgermeister gibt Interview
Stromausfall in Zehlendorf: Wegner sieht in Tennis-Match keinen Fehler
14.01.2026 – 19:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Weil er während des Stromausfalls in Berlin-Zehlendorf Tennis spielte, gab es Kritik an Kai Wegner. Er selbst will keinen Fehler gemacht haben, sagt er in einem Interview.
Er habe sich den ganzen Tag in seinem Büro eingeschlossen und telefoniert, hatte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner am 3. Januar gesagt. Erst Tage später gab er zu: Mit seiner Lebensgefährtin, der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch spielte er am Mittag des ersten Samstags des Jahres eine Stunde lang Tennis. Da waren rund 45.000 Haushalte im Bezirk Steglitz-Zehlendorf bereits mehrere Stunden lang ohne Elektrizität.
Im Gespräch mit dem „Spiegel“ nahm der CDU-Politiker Stellung zu dem Tennis-Match sowie zu der Kritik, die auf sein häppchenweises Kommunikationsmanöver folgte. Wegner sagte nach „Spiegel“-Angaben, beides wolle er nicht als Fehler bezeichnen. Er sehe im Nachgang seines Umgangs mit dem Stromausfall keine existenzielle Krise, die ihn bei der Abgeordnetenhauswahl im September unter Umständen die Wiederwahl kosten könnte.
Außerdem sagte Wegner laut „Spiegel“, er habe das Tennis-Spiel nicht sofort erwähnt, weil es für ihn etwas ganz Gewöhnliches sei, Tennis zu spielen.
Er betonte, er sei stets erreichbar gewesen. Sein Handy habe mit eingeschaltetem Klingelton auf der Bank am Tennisplatz gelegen. „Ich bin dann immer mal wieder zur Bank gegangen und habe nachgesehen: Gibt es eine Nachricht? Ist was passiert? Gibt es was Neues?“
Berlins Regierender Bürgermeister reagierte auch auf Aussagen von Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Spranger hatte kürzlich behauptet, Wegners Handy sei ausgeschaltet gewesen, als sie ihn am frühen Morgen des 3. Januar über den Stromausfall informieren wollte. „Das ist falsch. Mein Smartphone ist nie abgeschaltet“, zitierte der „Spiegel“ Wegner.











