
Mega-Blackout in Berlin
Anschlag auf Stromversorgung – neue Details
Aktualisiert am 06.01.2026 – 18:59 UhrLesedauer: 2 Min.
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Noch immer sind in Berlin rund 25.000 Haushalte ohne Strom. Jetzt wird wegen Terrorismusverdachts ermittelt.
Nach dem Anschlag in Berlin auf eine Kabelbrücke über dem Teltowkanal am Samstag hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen am Dienstag übernommen. Das teilte Ines Peterson, Pressesprecherin des Generalbundesanwalts, t-online auf Anfrage mit. Demnach bestehe unter anderem der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe.
Seit Samstag sind im Berliner Südwesten Zehntausende Haushalte und zahlreiche Betriebe von der Stromversorgung abgeschnitten. Zu dem Brandanschlag hat sich schon am Tag der Attacke die sogenannte „Vulkangruppe“ mittels eines Schreibens bekannt.
Zunächst leitete der Berliner Generalstaatsanwalt die Ermittlungen zu dem Stromausfall. Nachdem sich der Verdacht, dass es sich bei dem Anschlag um Terrorismus handeln könnte, allerdings mehr und mehr erhärtete, übernimmt nun der Generalbundesanwalt die Federführung. Ihm stehen größere Ressourcen als der Berliner Generalstaatsanwaltschaft zur Verfügung.
In den vergangenen Tagen hatten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger (beide CDU) die Tat aufs Schärfste verurteilt und sie als terroristischen Akt bezeichnet. Spranger sagte am Montag auf einer Pressekonferenz: „Ich verurteile diesen menschenverachtenden Anschlag, der bewusst und gezielt Menschenleben gefährdet.“ Die Täter nähmen bewusst in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen.
Das zeigt sich beispielsweise dadurch, dass in einigen Bereichen der von dem Stromausfall betroffenen Stadtteile der Notruf nicht mehr funktioniert. Anderenorts sind Pflegeeinrichtungen massiv in ihrer Arbeit beeinträchtigt. Spranger erklärte, in dem Zusammenhang könne nicht mehr von Linksextremismus gesprochen werden. Die Politikerin fand klare Worte: „Es steht Linksterrorismus im Raum.“
Die betroffenen Stadtteile arbeiten weiter an der Wiederherstellung der Stromversorgung. Laut dem RBB sind mittlerweile Tausende Haushalte wieder ans Netz angeschlossen. Unterdessen bleibt bei knapp 25.000 Haushalten und rund 1.100 Betrieben aber weiter das Licht aus.
Alexander Schirp, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, erklärte am Sonntag, die Betriebe rechneten mit einem Millionenschaden, berichtete die Deutsche Welle.











