
45.000 Haushalte betroffen
Großer Stromausfall in Berlin – Polizei hat Verdacht
Aktualisiert am 03.01.2026 – 12:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein großflächiger Stromausfall im Südwesten Berlins trifft nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin mehr als 45.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe.
Der Brand einer Kabelbrücke hat in Berlin zu einem großflächigen Stromausfall geführt: In rund 45.400 Haushalten und 2.200 Betrieben fiel am frühen Samstagmorgen der Strom aus. Auch Pflegeheime und Krankenhäuser waren betroffen.
Die Feuerwehr konnte die Flammen an der Kabelbrücke löschen, die Polizei ermittelt. Wieso die Brücke über den Teltow-Kanal in Brand geriet, ist noch unklar. Aber die Beamten haben bereits einen Verdacht: „Unsere Kripo ist vor Ort und ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung“, teilte die Polizei mit. 160 Einsatzkräfte seien derzeit im Einsatz.
Der Ausfall wird die Bewohner in den betroffenen Gebieten wohl noch stundenlang beschäftigen. Stromnetz Berlin rechnete zunächst damit, dass die Störung gegen Abend behoben sein wird – und teilte dann mit: „Wann der Strom wieder fließt, ist noch unklar.“ Der Betreibe arbeite an einer schrittweisen Wiederversorgung.
Große Teile von Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde sind dunkel. „Wer die Möglichkeit hat, woanders zu sein heute, wo es warm ist und wo der Strom fließt, sollte die Möglichkeit nutzen“, zitierte der RBB einen Sprecher von Stromnetz Berlin.
Von der Dimension ist der Stromausfall nach seinen Worten vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins. Auch dort sprach der Betreiber Stromnetz Berlin von zunächst 50.000 Kunden. Der Stromausfall zog sich über Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten.
Die Polizei wies in sozialen Netzwerken darauf hin, dass durch den Stromausfall auch Mobil- und Festnetzverbindungen beeinträchtigt sein könnten. In dringenden Fällen sollten Menschen die Polizisten direkt ansprechen oder auf die nächste Wache oder Feuerwache gehen. „Bleiben Sie aufmerksam, helfen Sie gegebenenfalls Nachbarinnen beziehungsweise Nachbarn und wählen Sie den direkten Weg zur nächsten Wache, falls ein Notruf nicht möglich ist“, hieß es in einem Post auf X.










