
Strom bis Donnerstag weg
Blackout in Berlin – Staatsschutz prüft Bekennerschreiben
Aktualisiert am 03.01.2026 – 17:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein großflächiger Stromausfall im Südwesten Berlins trifft nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin mehr als 45.000 Haushalte – die Reparatur dauert Tage.
Der Brand einer Kabelbrücke hat in Berlin zu einem großflächigen Stromausfall geführt: In rund 45.400 Haushalten und 2.200 Betrieben fiel am frühen Samstagmorgen der Strom aus.
Viele der Betroffenen werden nach Einschätzung von Stromnetz Berlin wohl noch bis Donnerstag warten müssen, bis sie wieder versorgt werden. Grund sei der sehr aufwendige Bau von Ersatzleitungen über den Teltow-Kanal, sagte ein Sprecher. Der Netzbetreiber hoffe aber, rund 10.000 Haushalte ab Samstagabend aus anderen Netzteilen wieder zu versorgen.
Die Feuerwehr konnte die Flammen an der Kabelbrücke löschen, die Polizei ermittelt. Wieso die Brücke über den Teltow-Kanal in Brand geriet, ist noch unklar. Dem Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes liegt mittlerweile ein mutmaßliches Bekennerschreiben vor, wie die Polizei am Samstagnachmittag auf X mitteilte.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen prüfen derzeit die Authentizität dieses Schreibens“, hieß es dort.
Große Teile von Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde sind dunkel. „Wer die Möglichkeit hat, woanders zu sein heute, wo es warm ist und wo der Strom fließt, sollte die Möglichkeit nutzen“, zitierte der RBB einen Sprecher von Stromnetz Berlin.
Von der Dimension ist der Stromausfall nach seinen Worten vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins. Auch dort sprach der Betreiber Stromnetz Berlin von zunächst 50.000 Kunden. Der Stromausfall zog sich über Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten.
Die Polizei wies in sozialen Netzwerken darauf hin, dass durch den Stromausfall auch Mobil- und Festnetzverbindungen beeinträchtigt sein könnten. In dringenden Fällen sollten Menschen die Polizisten direkt ansprechen oder auf die nächste Wache oder Feuerwache gehen. „Bleiben Sie aufmerksam, helfen Sie gegebenenfalls Nachbarinnen beziehungsweise Nachbarn und wählen Sie den direkten Weg zur nächsten Wache, falls ein Notruf nicht möglich ist“, hieß es in einem Post auf X.








