
Generalstreik in Belgien
Kreuzfahrt-Chaos für Passagiere aus Hamburg
26.11.2025 – 07:03 UhrLesedauer: 2 Min.
„Aida Nova“ und „MSC Poesia“ starten in Hamburg: Ein Streik in Belgien erzwingt Routenänderungen. Für ein Schiff hält eine Behörde eine Überraschung bereit.
Zeebrügge? Gestrichen! Wer derzeit auf der „Aida Nova“ oder der „MSC Poesia“ unterwegs ist, muss auf den geplanten Besuch der belgischen Hafenstadt verzichten. Grund ist ein dreitägiger Großstreik, der das Nachbarland seit Wochenbeginn in Atem hält.
Millionen Belgier wehren sich gegen Reformvorhaben ihrer Regierung. Los ging es am Montag mit Protesten im Verkehrssektor, am Dienstag schlossen sich Staatsbedienstete an. Der Höhepunkt steht am Mittwoch bevor: Ein flächendeckender Ausstand soll dann weite Teile des Landes stilllegen. Weil auch in den Häfen die Arbeit ruht, können Kreuzfahrtschiffe dort nicht festmachen.
Die Gäste an Bord der „Aida Nova“ erhielten am Montagabend Post von der Reederei: Statt Zeebrügge werde man Le Havre ansteuern. Dort machte das Schiff am Dienstagnachmittag fest. Doch der Aufenthalt in der französischen Hafenstadt brachte eine weitere unerwartete Wendung mit sich. Die zuständigen Behörden verlangten, dass das Kreuzfahrtschiff den Kai noch am Abend wieder freigeben muss. Die Konsequenz: eine ungeplante Nacht auf offener See. Am Mittwochmorgen kehrt die „Aida Nova“ nach Le Havre zurück, bevor es weiter nach Southampton und schließlich zurück in die Hansestadt geht.
Ähnlich erging es den Reisenden auf der „MSC Poesia“. Auch sie wurden am Montagabend über die Streichung des Belgien-Stopps informiert. Als Ersatz für Zeebrügge steht nun IJmuiden auf dem Programm – ein Hafen in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Hauptstadt. Zwischen 7 und 15.30 Uhr können die Passagiere am Mittwoch dort von Bord gehen. Danach nimmt das Schiff wieder den regulären Kurs auf.









