
Millie Bobby Brown und Co.
„Stranger Things“-Finale – eine schier unlösbare Aufgabe
01.01.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 4 Min.
Jetzt hat der Spuk ein Ende: Die letzte Episode „Stranger Things“ ist seit heute bei Netflix verfügbar. Die Erwartungen an das Finale sind riesig.
Fremdartige Sache, dieses „Stranger Things“. Diese Serie heißt so, wie manche ihre Staffeln empfinden: als, nun ja, seltsame Phänomene. Für viele ist die Serie das Nonplusultra des Streaming-Zeitalters, für andere bloß ausgewalzter Monsterhorror.
Jetzt steht das große Finale bei Netflix an. Die fünfte und letzte Staffel wurde in drei Teilen veröffentlicht und die Final-Episode mit gut zwei Stunden Länge ist seit dem 1. Januar auf dem Streamingportal verfügbar.
Im Sommer 2016 feierte „Stranger Things“ Premiere. Damals befand sich das amerikanische Bewegtbild-Business noch mitten im Serienflut-Phänomen „Peak TV“, was so viel wie Produktionsgipfel bedeutet; 2016 kamen in den USA rund 450 Drehbuchserien auf den Markt, 2022 auf dem Höhepunkt sogar rund 600.
Mit mehreren hundert Millionen Abrufen für alle bisherigen Staffeln zusammen kann „Stranger Things“ wohl als derzeit größte High-End-Produktion der Welt bezeichnet werden.
Episodenübergreifende, horizontale Erzählweisen, abgründige Charaktere, vielschichtige Handlungen zogen die Zuschauer in den vergangenen Jahren bei einigen global erfolgreichen Serien in den Bann. Man denke an Hits wie „Breaking Bad“, „Downton Abbey“, „House of Cards“, „Mad Men“, „Haus des Geldes“.
So wurde auch die Mystery-Serie „Stranger Things“ weltweit Gesprächsthema. Mit ihrer Mischung aus Fantasy, Horror und Coming of Age und mit viel 80er-Jahre-Retroflair, das auf Klassiker wie „E.T.“, „Poltergeist“, „Stand by Me“, „Es“ oder „A Nightmare on Elm Street“ anspielte, traf sie geschickt einen Nerv der Zeit. Sie bediente Nostalgie, schuf aber zeitgleich etwas Originäres, eine eigene Welt.
Ganze drei Jahre mussten Fans nun auf das Finale warten. Der große Hollywood-Streik 2023 führte zu Verzögerungen. Beispiele für Serien, die Teile ihres Publikums am Ende enttäuscht haben, gibt es einige – etwa „Die Sopranos“ oder „Game Of Thrones“. Die Serie „Lost“ war vielen am Ende zu esoterisch, weil die zentralen Figuren einen emotionalen Abschluss bekamen, die Inselmythologie aber vernachlässigt worden sei.
Als Serie mit sehr gelungenem Ende gilt indes die deutsche Mystery-Serie „Dark“, die manchmal gar als deutsches „Stranger Things“ bezeichnet wird. Doch anders als „Stranger Things“, das einst wohl nur als limitierte Serie konzipiert war, spannte „Dark“ von Beginn an gekonnt den Bogen über drei Staffeln.











