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Home » Steinmeier zum Grundgesetztag: Demokratie braucht Tatkraft
Politik

Steinmeier zum Grundgesetztag: Demokratie braucht Tatkraft

By zeit-heute.deMai 23, 20263 Mins Read
Steinmeier zum Grundgesetztag: Demokratie braucht Tatkraft
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Grundgesetz und Ehrenamt

Steinmeier zum Grundgesetztag: Demokratie braucht Tatkraft

Aktualisiert am 23.05.2026 – 05:29 UhrLesedauer: 3 Min.

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Im Chiemgau half Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem Alpenverein bei der Pflege von Wanderwegen. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

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23. Mai – was war doch noch mal? Richtig: Da wurde 1949 das Grundgesetz verkündet. Bundespräsident Steinmeier will den Tag mehr ins Bewusstsein bringen. Das verknüpft er mit einem weiteren Anliegen.

Zum Grundgesetztag hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich für das Gelingen der Demokratie zu engagieren. „Die Demokratie braucht aktive Bürger. Sie braucht Tatkraft“, sagte Steinmeier der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Unsere freiheitliche, demokratische Ordnung lebt vom Beitrag jedes Einzelnen und vom Engagement in unserer Gesellschaft.“

Das Grundgesetz sei eine wirkliche Errungenschaft für unser Land und für unser Zusammenleben, betonte Steinmeier. „Aber Demokratie ist eben keine Kopfsache. Sie braucht Arme und Beine, also Menschen, die sich einmischen, die mitmachen.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reinigt StolpersteineVergrößern des Bildes
Rund um den Ehrentag hat sich auch Bundespräsident Steinmeier engagiert (Quelle: Federico Gambarini/dpa/dpa-bilder)

Mitmachtag unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle“

Das Grundgesetz als Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland war am 23. Mai 1949 verkündet worden. Steinmeier hat den Jahrestag zum „Ehrentag“ ernannt. Er soll einerseits den Blick auf das Grundgesetz richten.

Andererseits soll mit Tausenden Aktionen von Kommunen, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und Einzelpersonen unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle“ in ganz Deutschland für das Ehrenamt geworben werden.

Der Bundespräsident ging in den vergangenen Tagen bereits mit gutem Beispiel voran. So putzte er im nordrhein-westfälischen Dorsten Stolpersteine zur Erinnerung an NS-Opfer und half im Chiemgau dem Alpenverein bei der Pflege von Wanderwegen. An diesem Samstag will er sich in Berlin unter anderem an Gärtnerarbeiten auf einem Friedhof beteiligen und ein Seniorenheim besuchen.

Grundgesetz als Garanten von Freiheit und Demokratie feiern

„Mir ist es ein Herzensanliegen, den Geburtstag unserer Verfassung sehr viel stärker im allgemeinen Bewusstsein zu verankern, jenseits der Politik“, sagte Steinmeier der dpa. „Unser Grundgesetz garantiert uns allen Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.“ Darum gehöre der 23. Mai gefeiert. „Am besten, indem wir alle gemeinsam etwas für das Land tun oder füreinander da sind.“

Bundestag - Originalausgabe GrundgesetzVergrößern des Bildes
Das Grundgesetz mit seinen verbrieften Rechten ist aus Sicht von Bundespräsident Steinmeier ein Grund zum Feiern (Quelle: Odd Andersen/AFP-POOL/dpa/dpa-bilder)

Steinmeier betonte: „Über das Mitmachen können wir als Gesellschaft so etwas wie eine gemeinsame demokratische Grunderfahrung machen und erleben, dass jeder von uns etwas bewirken, etwas verändern kann.“ Jeder Einzelne könne merken, dass er gebraucht werde. Zudem schafften die Aktionen Begegnungsmöglichkeiten mit Menschen, die man im Alltag vielleicht nicht ohne Weiteres treffe.

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