i-Kfz

Digitaler Führerschein kommt wohl Ende November


02.11.2026 – 15:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Startschuss für die digitale Fahrerlaubnis: Ab Ende November ergänzt der digitale Führerschein in der i-Kfz-App die Plastikkarte. (Quelle: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.)

Zusätzlich zur Plastikkarte: Künftig soll der Führerschein digital hinterlegt werden können. In wenigen Wochen soll es so weit sein.

Der digitale Führerschein soll Ende November eingeführt werden. Das teilte das Bundesverkehrsministerium (BMV) der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) mit. Ein genaues Datum ist zwar weiterhin nicht bekannt. Aber mit den neuen Informationen wird der Starttermin weiter eingegrenzt. In vorherigen Meldungen war immer nur von Ende des Jahres die Rede.

Der digitale Führerschein soll in der i-Kfz-App des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) angezeigt werden. Diese war laut KBA bis August 2026 auf mehr als zwei Millionen Mobiltelefonen installiert. Aktuellere Zahlen gibt es nicht.

Bislang lässt sich in der i-Kfz-App nur der Fahrzeugschein digital anzeigen. Die App ermöglicht es, Fahrzeugdaten von unterwegs abzurufen, den Fahrzeugschein mit dem Handy zu aktualisieren und weiterzugeben sowie mehrere Fahrzeugscheine in der App zu hinterlegen.

i-Kfz ist für Android und iOS verfügbar

Die i-Kfz-App steht für Android und für iOS kostenlos zur Verfügung. Um dort Fahrzeugscheine hinterlegen zu können, muss die Online-Ausweisfunktion (eID) aktiviert sein, was bei allen ab dem 15. Juli 2017 für Personen ab 16 Jahren ausgegebenen Personalausweisen der Fall ist. Zudem werden eine PIN und ein NFC-fähiges Smartphone (NFC steht für drahtlosen Datenaustausch) benötigt.

Der digitale Führerschein ergänzt die bisherige Plastikkarte, ersetzt diese aber nicht. Autofahrer müssen den Kartenführerschein innerhalb Deutschlands künftig nicht mehr mitführen, wenn sie den digitalen Nachweis auf ihrem Smartphone gespeichert haben. Für Fahrten ins Ausland bleibt die bisherige Plastikkarte erforderlich. EU-weit soll der digitale Führerschein frühestens 2029 eingeführt werden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte den Schritt zur Digitalisierung von Fahrzeug- und Fahrerlaubnisdokumenten im vergangenen Jahr begrüßt. „Moderne, digitale Nachweise können Verwaltungsprozesse vereinfachen, Ressourcen sparen und den Bürgerinnen und Bürgern den Alltag erleichtern“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Michael Mertens im vergangenen Jahr.

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