HP-Laptop im Test

Leicht, ausdauernd, aber mit Kompromissen


31.10.2026 – 08:30 UhrLesedauer: 4 Min.

Der Laptop von HP: Im Test überzeugt vor allem die lange Akkulaufzeit. (Quelle: Johann Philipp/t-online)

Das HP OmniBook 5 ist leicht, schlank und hält im Alltagstest lange durch. Doch beim Display und der Leistung zeigt sich, dass Ausdauer allein noch keinen rundum überzeugenden Laptop ausmacht.


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Das HP OmniBook 5 wirkt auf den ersten Blick schlank und minimalistisch. Mit 1,3 Kilogramm lässt es sich leicht transportieren. Surfen, Schreiben, Videostreaming laufen im Alltag leise und ohne merkliche Verzögerungen.

Erster Eindruck: Schlankes Notebook

Auf der Tastatur lässt sich angenehm schreiben. (Quelle: Johann Philipp/t-online)

Die Alu-Oberfläche macht zunächst einen hochwertigen Eindruck, fühlt sich aber eher nach Kunststoff an. Auffällig ist vor allem der Bildschirmdeckel: Er gibt leicht nach und wackelt etwas. Im normalen Einsatz muss das nicht zwingend stören. Wer den Laptop jedoch regelmäßig in einem vollgepackten Rucksack transportiert, dürfte sich mehr Stabilität wünschen.

Richtig gut ist dagegen die Tastatur. Ihr weicher Anschlag fühlt sich hochwertig an und eignet sich gut zum Schreiben. Auch Touchpad und Tastaturbeleuchtung fallen positiv auf.

Starke Farben, aber störende Spiegelungen im Display

Das 14-Zoll-OLED-Display löst mit 1.920 × 1.200 Pixeln auf. Die kräftigen Farben und hohen Kontraste gehören zu den Stärken des Notebooks. Im Alltag stören jedoch die starken Spiegelungen. Dazu kommen eine Bildwiederholrate von nur 60 Hertz und die fehlende HDR-Unterstützung.

Bei den Anschlüssen gibt es nur wenig Auswahl. Zwei USB-C-Buchsen und ein USB-A-Port stehen zur Verfügung, dazu kommt eine kombinierte Kopfhörer- und Mikrofonbuchse. Drei USB-Anschlüsse können für viele einfache Set-ups reichen. Wer regelmäßig externe Festplatten, Speicherkartenleser, Maus, Monitor oder weiteres Zubehör verwendet, dürfte die Auswahl aber schnell als zu knapp empfinden.

Wenig Anschlüsse: Insgesamt sind nur drei USB-Anschlüsse vorhanden. (Quelle: Johann Philipp/t-online)

Prozessor kann zu Problemen bei Programmen führen

Im Alltagstest arbeitete das OmniBook 5 leise und schnell. Surfen, E-Mails, Google Docs und die gleichzeitige Nutzung von Spotify laufen ohne Verzögerungen. Für grundlegende Computeraufgaben reicht die Leistung damit gut aus.

Im Inneren arbeitet ein Qualcomm-Snapdragon-X-Prozessor auf ARM-Basis. Er verbraucht wenig Strom, kann aber bei älterer Software zu Problemen führen: Nicht jede Software und jedes Zubehör funktioniert mit einem ARM-Chip problemlos. Zwar kann Windows viele klassische Programme mithilfe eines Übersetzungsprogramms (Emulator) ausführen, der die für Intel- und AMD-Prozessoren entwickelte Software für ARM übersetzt. Allerdings kostet diese zusätzliche Rechenarbeit Leistung.

Manche Anwendungen laufen deshalb langsamer als auf einem vergleichbaren Laptop mit Intel- oder AMD-Prozessor. Andere, etwa spezielle Programme oder ältere Treiber, funktionieren möglicherweise gar nicht. Wer auf bestimmte Software oder Peripheriegeräte angewiesen ist, sollte daher vor dem Kauf prüfen, ob sie mit dem ARM-System kompatibel sind.

Einfache Foto- und Videobearbeitung ist mit dem Laptop möglich, gehört aber nicht zu den Stärken. Die Grafikleistung fiel im Test schwach aus: Im 3DMark-Test erreichte das Notebook 6.040 Punkte. Das Ergebnis gibt einen Anhaltspunkt für die Leistung bei anspruchsvollen 3D-Grafiken. Zum Vergleich: Ein Microsoft Surface Laptop 7 mit Snapdragon X Elite kam in einem veröffentlichten Test auf rund 10.900 Punkte.

Die Grafikleistung fällt im Vergleich also deutlich geringer aus. Für Office, Internet und alltägliche Aufgaben ist das kein entscheidender Nachteil – erst bei grafikintensiven Anwendungen und Spielen wird die Leistung relevanter.

Mit der Software „3D Mark“ testen wir die Leistungsfähigkeit des Laptops. Die Spiegelungen im Display fallen hier ebenfalls auf. (Quelle: Johann Philipp/t-online)

Die Akkulaufzeit ist das stärkste Argument für das HP OmniBook 5

Die Akkulaufzeit ist das stärkste Argument des OmniBook 5. Im Test hielt es bei alltagsnaher Nutzung – darunter Surfen, Videos, Spotify und Slack – 24 Stunden ohne Nachladen durch. Besonders anspruchsvolle Aufgaben gehörten dabei nicht zum Test. Für Menschen, die häufig unterwegs sind und lange ohne Steckdose arbeiten möchten, ist dieses Ergebnis ein starkes Argument.

Der Akku unterstützt Schnellladen: In etwa 30 Minuten lässt er sich auf 50 Prozent laden. Als Betriebssystem kommt Windows 11 Home zum Einsatz. Eine Copilot-Taste öffnet Microsofts Assistenten, dem sich Fragen stellen und Aufgaben übertragen lassen. Zur vorinstallierten Software gehören außerdem eine 30-Tage-Testversion von McAfee Online Protection sowie Testangebote für Microsoft 365 und Adobe.

Technische Daten

  • Modell: HP OmniBook 5 Laptop Next Gen AI 14-he0354ng (C0BU3EA)
  • Betriebssystem: Windows 11 Home
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon X X1-26-100, 8 Kerne, bis zu 2,97 GHz
  • Grafik: Integrierte Qualcomm Adreno GPU
  • Arbeitsspeicher: 16 GB LPDDR5x-8448, integriert
  • Speicher: 512 GB PCIe Gen4 NVMe M.2 SSD
  • Display: 14 Zoll, OLED, 1.920 × 1.200 Pixel, 60 Hz, 300 Nits, 95 Prozent DCI-P3, kein Touchscreen
  • Akku: 59 Wh; Schnellladen laut HP mit bis zu 50 Prozent in etwa 30 Minuten
  • Anschlüsse: 2 × USB-C, 1 × USB-A, Kopfhörer-/Mikrofon-Kombibuchse
  • Drahtlose Verbindungen: Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3
  • Kamera: 1080p-FHD-IR-Webcam
  • Abmessungen: 31,21 × 21,75 × 1,26 cm
  • Gewicht: 1,3 kg

Preis-Einschätzung

Die unverbindliche Preisempfehlung des getesteten Modells liegt bei 999 Euro. Zum Testzeitpunkt kostet das HP OmniBook 5 im Handel rund 700 Euro, ist allerdings nur noch bei wenigen Shops verfügbar und teilweise nur gebraucht (refurbished). Der über 365 Tage ermittelte Durchschnittspreis beträgt 719,60 Euro.

Fazit: Viel Ausdauer, aber nicht für jeden Anspruch

Das Design ist minimalistisch und erinnert an MacBooks von Apple. (Quelle: Johann Philipp/t-online)

Das HP OmniBook 5 ist ein leichter, leiser und besonders ausdauernder Laptop für grundlegende Aufgaben. Wer vor allem schreibt, surft, Videos schaut, kommuniziert und möglichst selten nach einer Steckdose suchen möchte, erhält ein zuverlässiges Arbeitsgerät für unterwegs.

Die lange Akkulaufzeit und die angenehme Tastatur stehen jedoch einigen Kompromissen gegenüber: Der Bildschirm spiegelt stark, die Anschlussauswahl ist knapp und die Grafikleistung reicht nicht für anspruchsvollere Aufgaben. Zudem kann der ARM-Prozessor möglicherweise nicht alle Programme ausführen, die man braucht.

Der entscheidende Grund, sich für das OmniBook 5 zu entscheiden, ist seine Ausdauer – ob sie den Preis rechtfertigt, hängt davon ab, wie wichtig sie im eigenen Alltag ist.

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