
Chinesisches Neujahrsfest
Heute beginnt das Jahr des Feuerpferdes
Aktualisiert am 17.02.2026 – 09:50 UhrLesedauer: 3 Min.
Das Jahr des Feuerpferdes beginnt in China Mitte Februar. Astrologen erwarten Aufbruch und wirtschaftlichen Schwung, warnen aber zugleich vor neuen Turbulenzen.
Aufbruchsstimmung, Optimismus und wirtschaftlicher Schwung, zugleich aber Konflikte, Naturgefahren und politische Spannungen: Mit dem chinesischen Neujahrsfest beginnt nach dem traditionellen Mondkalender am 17. Februar das Jahr des Feuerpferdes. Chinesische Astrologen rechnen mit einem Jahr großer Energie, das jedoch nicht ohne Turbulenzen verlaufen dürfte.
Das Pferd gilt im chinesischen Tierkreis als stark, unabhängig und durchsetzungsfähig, zugleich aber als impulsiv und stur. Im nun beginnenden Jahr ist es zudem mit dem Element Feuer verbunden. Der bekannte Hongkonger Feng-Shui-Meister Raymond Lo spricht von einem Jahr der „Kreativität und des Wachstums“, warnt jedoch zugleich vor übereilten Entscheidungen und offenen Konflikten.
Astrologie nach dem chinesischen Tierkreis gilt als kulturelles Glaubenssystem. Es gibt allerdings keine belastbaren, wissenschaftlichen Belege dafür, dass Geburtsjahr oder Tierzeichen Persönlichkeit oder Lebensverlauf tatsächlich beeinflussen.
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Nach dem traditionellen chinesischen Kalender wechseln sich zwölf Tierzeichen jährlich in fester Reihenfolge ab. Jedes Tier wird zusätzlich mit einem der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser kombiniert, wodurch sich ein 60-Jahre-Zyklus ergibt. Das chinesische Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt, markiert den Übergang in das neue Tierkreisjahr und ist das wichtigste Familienfest des Landes.
Die Feuerpferd-Konstellation könne sogar internationale Spannungen verschärfen, sagt Lo. „Impulsive Handlungen ohne sorgfältige Planung können zu offenen Konflikten führen“, warnt er. Politische Turbulenzen, Machtkämpfe und Protestbewegungen seien ebenso denkbar wie militärische Konflikte. Historische Parallelen nähren diese Sorge. Das letzte Feuerpferdejahr 1966 markierte in China den Beginn der Kulturrevolution, eine Zeit gewaltiger politischer Erschütterungen.
Auch für manche Spitzenpolitiker erwartet Lo im Jahr des Feuerpferdes zusätzlichen Druck. US-Präsident Donald Trump beschreibt er als Erd-Persönlichkeit, für die Feuer kein günstiges Element sei. Für Russlands Präsidenten Wladimir Putin, allerdings auch für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wirke das starke Feuer ebenfalls ungünstig.
Gleichzeitig betont Lo die andere Seite des Feuerjahres. Feuer stehe für Lebensfreude, Energie und Zuversicht. Nach Jahren, die astrologisch vom Element Wasser geprägt gewesen seien und mit Pandemie sowie wirtschaftlicher Unsicherheit verbunden wurden, kehre nun das Vertrauen zurück.
Besonders zwischen Frühjahr und Sommer erwarten Wahrsager eine Belebung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte. Das starke Feuer fördere Investitionsbereitschaft und Konsum, sagt Lo. Börsen, Immobilienmärkte und der Tourismus könnten davon profitieren, vor allem in Asien. Zugleich warnt er jedoch vor Risiken. Feuer stehe auch für Explosionen, Brände und Unfälle.
Menschen, die im Jahr des Feuerpferdes 1966 geboren wurden, müssen sich laut Lo auf ein besonders bewegtes Jahr einstellen. Das starke Feuer könne Veränderungen beschleunigen und Bewegung in zentrale Lebensbereiche bringen, zugleich aber den Druck erhöhen und impulsives Handeln begünstigen. Allgemein gilt das Jahr des Feuerpferdes als intensiv für Menschen, die in einem Pferdejahr geboren wurden (1954, 1966, 1978, 1990, 2002, 2014). Lo rät ihnen zu Vorsicht, insbesondere bei Gesundheit, Reisen und wichtigen Entscheidungen.











