2021 hatte der damalige Generalinspekteur der Nasa geschätzt, dass die Kosten für das „Artemis“-Programm bis 2025 auf 86 Milliarden Dollar steigen würden, deutlich mehr als anfangs veranschlagt. Es sei die „ehrgeizigste und teuerste Aktivität“ der Nasa, hieß es. Seitdem dürfte noch einiges an Kostensteigerungen hinzugekommen sein, zusätzlich zu den weiter laufenden Kosten. „Artemis 2“ alleine dürfte sich laut Expertenschätzungen auf etwa vier Milliarden Dollar belaufen.
Vorherige Pläne für eine Rückkehr der USA zum Mond waren ebenfalls krisengeplagt und letztendlich immer wieder gescheitert. Das vom früheren US-Präsidenten George W. Bush unterstützte „Constellation“-Programm beispielsweise, das bemannte Mondlandungen vorgesehen hatte, wurde von seinem Nachfolger Barack Obama wegen zu hoher Kosten wieder verworfen.
Das „Apollo“-Programm hatte insgesamt rund 28 Milliarden Dollar gekostet, das wären heutzutage etwa 280 Milliarden.
Am 20. Juli 1969 wurde Neil Armstrong zum ersten Menschen auf dem Mond – und kommentierte das mit dem berühmt gewordenen Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“
Als bislang letzter Mensch verließ im Dezember 1972 der 2017 gestorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan mit der „Apollo 17“-Mission den Erdtrabanten. „Wir gehen, wie wir gekommen sind, und so Gott es will, werden wir so auch wieder zurückkommen – mit Frieden und Hoffnung für die gesamte Menschheit.“
Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den „Apollo“-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond. Das Programm brachte viele Erfolge, aber auch einige Tragödien: Noch vor dem Start von „Apollo 1“ tötete 1967 ein Feuer bei einem Test drei Astronauten. 1970 musste die „Apollo 13“-Mission nach der Explosion eines Sauerstofftanks umkehren.
„Für wissenschaftliche Entdeckungen, wirtschaftlichen Nutzen und um eine neue Generation von Entdeckern zu inspirieren“ heißt es dazu offiziell von der Nasa. Zudem sei die Rückkehr zum Mond auch eine Art Sprungbrett auf dem Weg zum Mars.
Strategisch symbolisiert die Rückkehr zum Mond technologische und geopolitische Führung im Wettlauf um den Weltraum. Eine dauerhafte Präsenz dort gilt als Weg, nationale Interessen in der Raumfahrt zu sichern und internationale Kooperationen prägen zu können. US-Präsident Donald Trump, in dessen erster Amtszeit das Programm ins Leben gerufen worden war, würde es auch als persönlichen Erfolg verbuchen wollen.












