
Winter in Norddeutschland
Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet
07.01.2026 – 02:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Schneefall, Glätte, Dauerfrost: Hannover erlebt einen harten Wintereinbruch. Doch das Kritischste steht der Stadt erst noch bevor.
Wer in den kommenden Tagen in Hannover mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte seine Pläne überdenken. Wetterexperte Karsten Brandt findet deutliche Worte. „Planen Sie um, bleiben Sie zu Hause. Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr“, sagte er der „Bild“-Zeitung.
Der Grund für die drastische Warnung: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für Niedersachsen winterliches und unbeständiges Wetter mit Schnee, Frost und gefährlicher Glätte.
Bereits am Mittwoch setzt laut DWD von Westen her Schneefall ein, der im Tagesverlauf ostwärts zieht und dabei leicht abschwächt. Die Neuschneemengen liegen zwischen einem und fünf Zentimetern. Im Raum Göttingen erreichen die Temperaturen maximal minus zwei Grad, verbreitet herrscht Dauerfrost. Der DWD warnt vor Glätte sowohl tagsüber als auch nachts.
Die eigentliche Zuspitzung folgt ab Donnerstagabend. Dann setzt erneut kräftiger Schneefall ein, der sich in der Nacht zum Freitag ostwärts ausbreitet. Im Flachland rechnet Meteorologe Frank Böttcher mit 15 bis 20 Zentimetern Neuschnee, zusätzlich zu dem Schnee, der bereits liegt. Im Weserbergland und im Harz können die Mengen noch deutlich höher ausfallen.
Brandt stuft die Situation als „Extremlage“ ein. Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung erwartet Probleme und warnt gegenüber der „Bild“: „Ich rechne mit erheblichen Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr.“
Am Samstag droht eine zusätzliche Gefahr: Die Wettermodelle prognostizieren vorübergehend gefrierenden Regen in Niedersachsen. Spiegelglatte Straßen wären die Folge. NDR-Meteorologe Frank Böttcher empfiehlt, wichtige Fahrten entweder auf Donnerstag vorzuziehen oder auf Sonntag zu verschieben.
Hinzu kommt die extreme Kälte: In der Nacht zu Sonntag sollen die Temperaturen laut DWD auf minus sechs bis minus elf Grad fallen. Diese Werte könnten auch den Bahnverkehr weiter beeinträchtigen – eingefrorene Weichen waren bereits in den vergangenen Tagen ein Problem.
Die Deutsche Bahn rechnet im Regionalverkehr in Niedersachsen noch bis mindestens Freitag mit wetterbedingten Verspätungen. Eine Sprecherin erklärte, dass in den vergangenen Tagen vor allem eingeschneite oder vereiste Weichen für Einschränkungen gesorgt hätten. Bei Extremfrost oder starken Schneeverwehungen kämen auch die vorhandenen Weichenheizungen an ihre Grenzen.










