
Unwetter verwüstet Süditalien
Massenevakuierung nach Erdrutsch – Stadt abgeschnitten
27.01.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 2 Min.
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Wegen eines Erdrutsches auf Sizilien sind die Rettungskräfte im Dauereinsatz. Auch andere Länder in Südeuropa haben mit Unwettern zu kämpfen.
Bei einem Erdrutsch in der sizilianischen Stadt Niscemi ist der Boden auf etwa vier Kilometer Länge weggesackt – direkt vor mehreren Wohnhäusern. Wie italienische Medien berichten, mussten in der Folge mehr als 1.500 Menschen evakuiert werden.
Niscemi hat etwa 30.000 Einwohner. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa schreibt, wurden ganze Nachbarschaften geräumt – für die Anwohner wurde in einer Turnhalle eine Notunterkunft eingerichtet.
In dem Unglücksdorf waren sowohl regionale als auch nationale Rettungskräfte vor Ort. Neollo Musumeci, der italienische Minister für Zivilschutz, erklärte, dass alle Häuser in bis zu 70 Metern Entfernung von der Erdrutschlinie vom Zusammenbruch gefährdet seien. Fabio Ciciliano, der Leiter des italienischen Zivilschutzes, erklärte, dass der Erdrutsch nach wie vor andauere und sich ausweite.
Der Auslöser des Erdrutsches ist vermutlich der Zyklon „Harry“: Er brachte in der vergangenen Woche enorme Regenfälle nach Süditalien. In der Kombination mit starken Stürmen kam es in der Folge so zu enormen Schäden. Allein für die Mittelmeerinsel Sizilien beziffern die Behörden die Schadenssumme mit 1,5 Milliarden Euro. In Kalabrien soll der Schaden bei 300 Millionen liegen, in Sardinien bei 200 Millionen.











