Die deutlichsten Anstiege
Ende des Tankrabatts: So hoch schießen die Spritpreise
Aktualisiert am 01.07.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Tankrabatt ist Geschichte. Punkt 12 Uhr ließen die Tankstellen die Preise abrupt steigen. Weil eine Sonderregelung mehrfache Erhöhungen am Tag verbietet, traf die Preiserhöhung die Autofahrer zwar erst am Mittag, dafür aber geballt.
Mit dem Auslaufen des Tankrabatts am 1. Juli stiegen die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen mittags sprunghaft an. Da die sogenannte Österreich-Regel gesetzlich nur eine Preiserhöhung pro Tag erlaubt, setzten viele Tankstellen den Steueraufschlag um 12 Uhr gebündelt um. Diesel verteuerte sich je nach Standort um bis zu 30 Cent pro Liter.
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Die Zwei-Euro-Marke wird geknackt
Ein Monitoring von zehn Tankstellen zeigt beispielhaft, wie stark die Preise stiegen. Den stärksten Anstieg registrierte die Jet-Tankstelle in Nürnberg in der Fürther Straße. Dort stieg der Dieselpreis von 1,849 Euro auf 2,149 Euro, während Super E10 und E5 um 24 Cent zulegten. In Bremen erhöhte die OIL!-Station den Dieselpreis um 24 Cent und den Preis für die Benzinsorten um 23 Cent. Die Aral-Stationen in Hamburg und München sowie Shell in Düsseldorf erhöhten den Dieselpreis jeweils um 23 Cent. Damit kletterte der Kraftstoff an vielen Orten über die Zwei-Euro-Marke.
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Frankfurt am teuersten
Die höchsten Benzinpreise im Vergleich verzeichnete die Esso-Station in der Mainzer Landstraße in Frankfurt am Main. Super E5 kostete dort am Vormittag bereits 2,119 Euro und erreichte nach dem Mittagssprung um weitere 17 Cent einen Wert von 2,289 Euro je Liter. Die bft-Tankstelle in Karlsruhe erhöhte alle drei Kraftstoffsorten um 12 Cent und blieb damit unter dem Schnitt der großen Anbieter.
Das Protokoll des Preisanstiegs
- Der Durchschnitt: Bundesweit kletterten die Preise um 12 Uhr im Schnitt um 22 Cent bei Diesel und 19 Cent bei Super.
- Der Rekordsprung: Am härtesten traf es Nürnberg. Die Jet-Tankstelle erhöhte den Dieselpreis um 30 Cent: von 1,849 Euro auf 2,149 Euro.
- Das teuerste Pflaster: Frankfurt am Main belegt den Spitzenplatz. Bei Esso in der Mainzer Landstraße kostet Super E5 jetzt 2,289 Euro.
Experten hatten gewarnt
Verbraucherschützer und Mobilitätsexperten hatten vor diesem Szenario gewarnt. Die Kombination aus dem auslaufenden Steuerrabatt und der gesetzlichen Regelung, die Preiserhöhungen auf eine pro Tag begrenzt, hat den Mittagssprung begünstigt.
Für Autofahrer bedeutet das: Wer heute Vormittag nicht tanken konnte, muss bei einer 50-Liter-Tankfüllung mit Mehrkosten von rund 8,50 bis 15 Euro rechnen. Preissenkungen sind nach der geltenden Regelung zwar auch nachmittags möglich, aber offenbar vorerst kaum zu erwarten.










