
Anders als in Bayern
Spreewälder Gurkenwasser versagt als Streusalz-Alternative
31.01.2026 – 09:12 UhrLesedauer: 1 Min.
In Bayern streut der Winterdienst mit Gurkenwasser und spart tonnenweise Salz. Ausgerechnet im Spreewald funktioniert das nicht.
Könnte Gurkenwasser auch in Brandenburg – bekannt für seine Spreewaldgurken – ein Straßenretter werden? Das Wasser müsse vor der Verwendung als Streumittel aufbereitet werden, sagte die Sprecherin des Landesbetriebs. „Leider ist das nicht wirtschaftlich für uns.“ Die Gurkenhersteller müssten das selbst übernehmen.
Der Gurkenhersteller Spreewaldkonserve in Golßen („Spreewaldhof“) erklärte, das Wasser seiner Gurken eigne sich nicht zum Streuen. Der Salzgehalt sei zu gering. „Das würde bei unserem Wasser nicht funktionieren“, bedauerte eine Sprecherin.
Dabei wäre eine Alternative dringend nötig. Brandenburg kämpft gegen einen der härtesten Winter seit Jahren. Bisher seien bereits rund 90 Prozent der eingelagerten 35.000 Tonnen Streugut verbraucht, sagte die Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen, Dorothée Lorenz. „Das ist ein großer Unterschied zu den letzten Jahren.“ Im Winter 2024/2025 reichten nach Angaben des Landesbetriebs insgesamt knapp 20.000 Tonnen zum Streuen.
Doch der Winterdienst sei gut aufgestellt, betont Lorenz. Das Salz, mit dem die Wege von Glätte befreit würden, werde regelmäßig nachgeliefert. „Es würde nur knapp werden, wenn wir viele von diesen Extremwetterlagen hätten.“ Dann müssten je nach Verkehrsaufkommen Prioritäten gesetzt werden.











