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Home » Spielwarenhändler Rofu ist insolvent – 2.000 Jobs in Gefahr
Wirtschaft

Spielwarenhändler Rofu ist insolvent – 2.000 Jobs in Gefahr

Von zeit-heute.deJanuar 22, 20262 Min Gelesen
Spielwarenhändler Rofu ist insolvent – 2.000 Jobs in Gefahr
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Spielwarenhändler Rofu ist insolvent – 2.000 Jobs in Gefahr

Mehr als 2.000 Mitarbeiter

Spielwarenhändler Rofu beantragt Insolvenzverfahren


Aktualisiert am 22.01.2026 – 11:39 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Firmenzentrale von Rofu in Rheinland-Pfalz. (Quelle: Rofu)

Schlechtes Weihnachtsgeschäft, zurückhaltende Kunden: Der Spielwarenhändler Rofu aus Rheinland-Pfalz hat ein Insolvenzverfahren beantragt.

Der Spielwarenhändler Rofu hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung beantragt. Das Unternehmen aus Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz möchte sich unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters neu aufstellen. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat den Antrag angenommen. Der Geschäftsführung wird Rechtsanwalt Marcus Katholing zur Seite gestellt, wie dessen Kanzlei Pluta Management mitteilte. Er soll zusammen mit den Geschäftsführern Michael Fuchs und Michael Edl versuchen, die Restrukturierung durchzuführen. Die Filialen bleiben weiterhin geöffnet.

Als Ursachen für die Probleme wurden ein schlechtes Weihnachtsgeschäft, sinkende Kauffreude bei Kunden und gestiegene Kosten bei Produzenten, die an Händler weitergegeben werden, genannt.

Rofu ist etablierter Spielwaren- und Babyartikelhändler im Südwesten Deutschlands mit insgesamt 104 Filialen in sieben Bundesländern. Im Unternehmen arbeiten nach eigenen Angaben etwa 2.000 Mitarbeiter. Ihre Gehälter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert.

Seit mehr als 40 Jahren verkauft das Unternehmen Spielwaren aller bekannten Marken. Kinderbücher, Schreibhefte, Bastelsets, Puzzles und Gesellschaftsspiele werden ebenfalls verkauft. Weitere wichtige Segmente sind saisonale Dekorationen für den Wohnbereich sowie Kostüme für Kinder und Erwachsene für die jährlichen Karnevalsfeiern.

Eberhard Fuchs 1962 gründete im Alter von 18 Jahren die Firma Robert Fuchs Spielwaren (Rofu). Er benannte sie nach seinem Vater, da er selbst noch nicht volljährig war. Zunächst belieferte er kleinere Geschäfte und Schausteller und begann früh mit dem direkten Import von Waren aus Fernost. Mit dem Aufkommen der SB-Märkte Ende der 1960er-Jahre bestückte Fuchs bundesweit große Handelsketten wie Rewe, Toom oder Tengelmann mit Spielwaren. Eine enge Verbindung nach Hongkong besteht bis heute, dort unterhält Rofu ein eigenes Büro.

1984 eröffnete Fuchs in Birkenfeld sein erstes eigenes Spielwarengeschäft „Rofu Kinderland“. Das Konzept aus günstigen Preisen und breitem Sortiment erwies sich als erfolgreich, sodass in der Folge weitere Filialen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland entstanden.

Im Dezember verkündete die Geschäftsführung, dass sie das Unternehmen neu aufstellen wolle. Dazu gehöre eine klare Fokussierung auf den stationären Handel als Herzstück der Marke Rofu Kinderland. Es solle erlebnisorientierte Flächen, mehr Beratung und eine emotionale Produktpräsentation geben, hieß es. Außerdem wolle man eine konsequente Omnichannel-Ausrichtung, die Online-Services, digitale Kanäle und die stationären Filialen stärker miteinander verzahnt. Schließlich sollten interne Prozesse noch optimiert werden.

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