„Das ist kein Sportgeist“
Zu viel Angst vor Max Kruse? Gegner kommt nicht mehr aus der Kabine
04.05.2026 – 02:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Max Kruse ist zurück und sofort mittendrin in einem Eklat. Was der Gegner nach der Halbzeit tut, hat der Ex-Profi in seiner ganzen Karriere noch nicht gesehen.
In der Berliner Bezirksliga hat sich am Sonntag ein ungewöhnlicher Vorfall ereignet. Die Zweitvertretung von TuS Makkabi brach ihre Partie gegen Dersimspor 2 zur Halbzeit ab – beim Stand von 0:3. Als Grund wurden verletzte Spieler genannt. Dersimspor erhielt die drei Punkte kampflos zugesprochen und liegt in der Tabelle nun auf Rang zwei, punktgleich mit dem führenden Friedrichshagener SV.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Abbruch, weil auf Seiten von Dersimspor Ex-Nationalspieler Max Kruse (38) sein Comeback nach einer Wadenverletzung feierte. Kruse ließ die Erklärung des Gegners auf seinem Instagram-Kanal nicht unkommentiert: „Das erste Mal in meiner Karriere habe ich erlebt, dass eine Mannschaft nicht mehr rauskommt, weil sie Angst haben, dass sie hier 10:0 abgeschossen werden“, sagte er in einem Video. 465.000 Menschen folgen ihm dort.
Seine Kritik fiel deutlich aus: „Nur, weil sie wussten, dass sie jetzt in der zweiten Halbzeit noch fünf oder sechs Dinger bekommen. Das ist kein Sportgeist. Dann sollten sie einfach die Mannschaft aus der Liga abmelden. Mit Sportlichkeit und Fairness hat das nichts zu tun. Im Hinspiel haben sie noch alle eine große Klappe gehabt.“
Kruses Rückkehr steht zudem unter einem schlechten Stern: Die Wadenbeschwerden meldeten sich bereits beim Aufwärmen zurück. Einen geplanten Einsatz in der Icon League bei den Wontorriors sagte er daraufhin ab. „Jetzt gibt es Erholung, Physio und Stream“, so Kruse.
Für die kommende Woche peilt er einen Start für seinen zweiten Klub TuS Dassendorf in der Hamburger Oberliga an. Dort spielt er an der Seite von Martin Harnik, mit dem er dort ebenfalls noch aufsteigen kann.











