Historische Sperre in Spanien
Torwart nach Faustschlag für 13 Spiele gesperrt
29.04.2026 – 19:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Saragossas Keeper Andrada schlug im Abstiegsduell bei SD Huesca den gegnerischen Kapitän nieder. Die Verbandsstrafe fällt so drastisch aus, dass Sportzeitungen sie als „historisch“ bezeichnen.
Der spanische Fußballverband RFEF hat Torwart Esteban Andrada von Real Saragossa für 13 Spiele gesperrt. Der 35-jährige Argentinier hatte nach seinem Platzverweis im Zweitliga-Derby bei SD Huesca den gegnerischen Kapitän Jorge Pulido mit einem Faustschlag niedergestreckt. Eine Sperre von einer Partie folgte automatisch auf die Gelb-Rote Karte. Zwölf weitere Spiele kamen wegen der groben Tätlichkeit hinzu.
Der Vorfall ereignete sich in der achten Minute der Nachspielzeit. Saragossa lag zu diesem Zeitpunkt mit 0:1 zurück und drängte auf den Ausgleich. Als der Schiedsrichter eine Szene am VAR überprüfte, sprach Andrada ihn an. Huesca-Kapitän Pulido stellte sich dem Torwart in den Weg – und wurde von diesem weggestoßen. Andrada sah daraufhin Gelb-Rot und verlor die Kontrolle. Er schlug Pulido nieder. Es folgten Tumulte auf dem Platz, zeitweise griff die Polizei ein. Erst nach einigen Minuten und zwei weiteren Platzverweisen beruhigte sich die Lage.
Spanische TV-Sender zeigten und kommentierten den Eklat wiederholt. Die meisten spanischen Sportzeitungen bezeichneten die nun verhängte Strafe als „historisch“.
Andrada meldete sich schon nach dem Spiel zu Wort. „Ich bedauere es sehr“, sagte der Argentinier mehrfach. So etwas sei ihm in seiner Karriere nie passiert, ihm seien die Sicherungen durchgebrannt. Er bitte Pulido um Verzeihung und akzeptiere die Konsequenzen.
Esteban Andrada absolvierte vier Spiele für die argentinische Nationalmannschaft. Vor seinem Wechsel nach Saragossa im vergangenen Sommer nahm er mit dem mexikanischen Klub CF Monterrey an der Klub-WM in den USA teil.












