EU-Vorschrift umgesetzt
Neue Regeln: Das ändert sich im Restaurant
26.05.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 1 Min.
Jeder kennt sie: kleine Sachets auf Restaurant- und Imbisstischen mit Soßen, Milch und Würzmischungen. Sie müssen bald verschwinden.
Bars, Cafés und Restaurants in ganz Europa müssen schon bald auf Plastiktütchen für Produkte wie Ketchup, Mayonnaise, Essig, Kondensmilch und andere Soßen und Flüssigkeiten verzichten. Grund dafür sind neue Vorschriften der Europäischen Union zur Verringerung von Plastikmüll. Die neuen Regeln treten am 12. August in Kraft und dürften mitten in der geschäftigen Sommersaison für den Tourismussektor große Veränderungen im Gastgewerbe mit sich bringen.
Was wird sich ändern?
Nach den neuen EU-Vorschriften müssen Einweg-Plastiktütchen für Würzmittel von den Tischen in gastronomischen Betrieben verschwinden. Stattdessen sollen Wirte nachhaltigere Alternativen verwenden, darunter:
- nachfüllbare Gemeinschaftsspender
- wiederverwendbare Glas- oder Keramikbehälter
- recycelbare Tütchen auf Papierbasis
- zertifizierte kompostierbare Verpackungen
Allerdings sollen selbst kompostierbare Kunststoffe nur vorübergehend erlaubt sein. Die EU plant, auch diese bis 2030 vollständig abzuschaffen.
Welche Überlegungen stecken hinter dem Verbot?
Das Ende der Tütchen ist Teil umfassender europäischer Bemühungen, Plastikabfälle zu reduzieren und die Umweltbelastung durch Einwegverpackungen zu verringern. Die Gastronomie zählt zu den größten Verbrauchern kleiner Einwegkunststoffe – insbesondere in Touristengebieten, wo täglich Millionen Mahlzeiten serviert werden.
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Die Änderungen lösen allerdings auch Bedenken bei Restaurantbesitzern und Branchenverbänden aus. Sie warnen, dass nachfüllbare Behälter Herausforderungen bei der Hygiene- und Lebensmittelsicherheit mit sich bringen könnten.
Branchenvertreter argumentieren, dass ständig wiederverwendete Spender und offene Würzmittelbehälter das Risiko von Verunreinigungen erhöhen könnten, wenn sie nicht ordnungsgemäß gereinigt und kontrolliert werden – besonders in stark frequentierten Tourismusgebieten mit vielen wechselnden Gästen.











