Kinderpalliativstation
Sophia und Kai Havertz spenden für schwer kranke Kinder
24.07.2026 – 03:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Sophia und Kai Havertz haben die Kinderpalliativstation Zeitinsel in Leverkusen besucht. Das Ehepaar übergab dabei eine Spende über 100.000 Euro und nahm sich viel Zeit für die Familien.
Kai Havertz hat am Mittwoch in Leverkusen einen Termin wahrgenommen, der mit Fußball nichts zu tun hatte: Der Nationalspieler war zu Gast auf der Kinderpalliativstation „Zeitinsel“ des Klinikums, begleitet von seiner Ehefrau Sophia, die aus Köln stammt. Über zwei Stunden verbrachte das Paar dort, wie das Klinikum mitteilte – im Austausch mit jungen Patienten, ihren Angehörigen und den Beschäftigten. Zu den Kindern, denen die beiden begegneten, gehörte der zweijährige Lio. Bei ihm wurde das Joubert-Syndrom diagnostiziert, eine genetisch bedingte Erkrankung des Gehirns, die bei ihm zusätzlich Leber und Nieren in Mitleidenschaft ziehen.
Zum Termin gehörte die Übergabe eines symbolischen Schecks über 100.000 Euro aus der Kai-Havertz-Stiftung, überreicht von Havertz gemeinsam mit seiner Schwester Lea. Angekündigt worden war die Förderung bereits Mitte Juli, als das Klinikum bekannt gab, dass der 27-Jährige die Patenschaft für die Station übernimmt. Havertz spielte zwischen 2016 und 2020 für Bayer 04 in der Bundesliga und erhielt dort 2017 seine Profilizenz; heute steht er bei Arsenal London unter Vertrag. „In Leverkusen hat meine Reise begonnen, hier bin ich groß geworden“, sagte er zu seinem Besuch. Die Station nannte er einen „ganz besonderen Ort, der schwerstkranken Kindern und ihren Familien Geborgenheit, Zeit und Hoffnung schenkt“. Der Besuch mit seiner Frau habe ihn „sehr bewegt“.
Spende von Kai und Sophia Havertz ist für besonderen Raum
Was solche Begegnungen für die Betroffenen bedeuten, schilderte Frédéric Brandenburg aus dem pflegerischen Leitungsteam: „Unsere Familien erleben täglich enorme Herausforderungen. Zu spüren, dass Menschen wie Kai und Sophia Havertz ihnen mit echtem Interesse und großer Wertschätzung begegnen, bedeutet ihnen sehr viel.“
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Die Zeitinsel hat im Juli 2025 in einem Neubau mit abgeschirmtem Garten eröffnet, finanziert aus Landesmitteln, Großspenden und zahlreichen kleineren Beträgen von Firmen und Privatleuten aus der Region. Betreut werden dort Kinder und Jugendliche, deren Erkrankungen ihre Lebenszeit verkürzen; ein Team aus Medizin, Pflege und Therapie soll Beschwerden wie Schmerzen oder Atemnot lindern und die Angehörigen entlasten. Ein erheblicher Teil des Angebots wird allerdings nicht von den Krankenkassen getragen. „Dazu gehören zum Beispiel Musik- und Kunsttherapie, die psychologische Begleitung der Eltern und Geschwister sowie die Unterbringung in eigens eingerichteten Familienzimmern“, erklärte Dr. Dejan Vlajnic, ärztlicher Leiter der Station, bereits im Juli.
Die 100.000 Euro aus der Havertz-Stiftung sollen unter anderem in einen Raum fließen, der sich für Musiktherapie und weitere Behandlungen nutzen lässt, sowie in Therapieformen mit Hunden oder Pferden. Bereits bei der Ankündigung im Juli hatte Vlajnic gesagt: „Der Support durch ihn und seine Stiftung stärkt uns ungemein.“












