Kurz vor Urteilsverkündung
Marius Borg Høiby wurde in Klinik gebracht
11.06.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Gericht entschied, dass Marius Borg Høiby in U-Haft bleiben muss. Doch kurz darauf verließ er das Gefängnis.
Am 10. Juni lehnte das norwegische Berufungsgericht den Antrag von Marius Borg Høiby auf vorzeitige Entlassung aus der Untersuchungshaft ab. Eigentlich sollte der 29-jährige Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit daraufhin in ein anderes Gefängnis verlegt werden.
Doch dazu kam es nicht. Wie die norwegische Zeitschrift „Se og Hør“ und die Nachrichtenagentur Dana Press berichteten, wurde Marius Borg Høiby noch am selben Tag von Polizeibeamten in eine Klinik in der Region Østlandet gebracht. Dort soll er die Nacht verbracht haben. Die Gründe für den Aufenthalt sind bislang nicht bekannt. Sein Anwalt René Ibsen sagte dazu lediglich: „Dazu habe ich keinen Kommentar.“
Zehn bewachte Ausgänge für Marius Borg Høiby
Bilder, die „Se og Hør“ veröffentlichte, zeigen Marius Borg Høiby vor dem Eingang der Klinik. Er trug dunkle Kleidung, eine schwarze Kappe und Kopfhörer sowie eine Tüte und rauchte eine Zigarette, bevor er das Gebäude betrat. Ein Polizist begleitete ihn.
Aus Gerichtsunterlagen geht laut Dana Press hervor, dass Marius Borg Høiby bereits zehn bewachte Ausgänge genehmigt worden seien, „die teilweise mit seiner Gesundheit und der familiären Lage zusammenhingen“. Zuletzt habe er einen Freigang erhalten, um auf Gut Skaugum, dem Wohnsitz des Kronprinzenpaares, an einem Termin teilzunehmen, bei dem er über den Gesundheitszustand seiner Mutter informiert worden sei.
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Kronprinzessin Mette-Marit leidet an chronischer Lungenfibrose. Ihr Zustand hat sich in den vergangenen Monaten verschlechtert, sie steht mittlerweile auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Der Palast teilte mit, bis zur erfolgten Transplantation keine weiteren Gesundheitsupdates zu veröffentlichen. „Die nächste Information zum Gesundheitszustand der Kronprinzessin wird nach der Lungentransplantation erfolgen“, hieß es in einem Statement.
Am 15. Juni soll das Urteil im Fall Marius Borg Høiby verkündet werden. Der Prozess wird seit dem 3. Februar vor dem Osloer Bezirksgericht verhandelt. Marius Borg Høiby ist in insgesamt 40 Punkten angeklagt, darunter viermal Vergewaltigung. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft, seine Anwälte halten rund eineinhalb Jahre für angemessen.











