Kronprinzessin ist schwer krank
Wegen Mette-Marits Zustand: Marius Borg Høiby weint vor Gericht
Aktualisiert am 09.06.2026 – 10:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Marius Borg Høiby will aus der U-Haft entlassen werden, um seiner kranken Mutter Mette-Marit beizustehen. Bei der Anhörung wurde er emotional.
Tränenreich und mit eindringlichen Worten wandte sich Marius Borg Høiby am Montag, dem 8. Juni, an das Gericht in Oslo. Der Grund: Er will bei seiner Mutter sein – Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, die schwer krank ist und auf der Warteliste für eine Lungentransplantation steht. „Im Gefängnis zu sitzen, während ich weiß, dass es meiner Mutter so schlecht geht, ist unerträglich“, sagte der 29-Jährige laut der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ vor Gericht.
Kurz vor der Anhörung hatte Høiby das Gefängnis verlassen dürfen. Er hatte an einem Arztgespräch mit Prinzessin Mette-Marit in Skaugum teilnehmen dürfen. Vor Gericht schilderte Marius Borg Høiby unter Tränen, wie dieser Besuch für ihn gewesen sei: „Meine Mutter zu Hause zu sehen, war eine ganz andere Erfahrung, als sie im Gefängnis von Oslo zu sehen. Es war eine ganz andere Mutter, es war unglaublich schön, sie zu sehen.“
„Jeden Sonntag, wenn wir uns sehen, könnte es das letzte Mal sein“
Zugleich beschrieb er, wie er Mette-Marit bei den wöchentlichen Besuchen im Gefängnis erlebt hat: „Die letzten beiden Male hat sie auf dem Sofa gelegen und geschlafen, weil sie keine Energie hat.“ Ihre gesundheitlichen Probleme beschäftigen ihn bei jedem Treffen: „Es ist schwer, daran zu denken, dass es jeden Sonntag, wenn wir uns sehen, das letzte Mal sein könnte, dass ich sie sehe.“
Das Königshaus hatte zuvor mitgeteilt, dass sich der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit deutlich verschlechtert habe. Die 52-Jährige leidet an chronischer Lungenfibrose. Bei der Entscheidung über Høibys Freilassung berücksichtigte das Gericht, dass eine fortgesetzte Inhaftierung sowohl für ihn als auch für seine Mutter eine erhebliche zusätzliche Belastung darstelle. Zudem gelte die Gefahr weiterer Straftaten derzeit als gering.
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Das Gericht entschied schließlich, dass Marius Borg Høiby vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen werden soll. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch umgehend Berufung gegen diese Entscheidung ein – und so bleibt er vorerst in Haft, bis über den Einspruch entschieden wird.
Bereits in den Wochen zuvor hatte Marius Borg Høiby mehrfach versucht, eine Entlassung aus der Untersuchungshaft zu erwirken – und war dabei vor drei Gerichtsinstanzen gescheitert. Das Urteil im Strafverfahren gegen ihn wird am 15. Juni erwartet. Er wurde unter anderem wegen Vergewaltigung angeklagt.











