
Für Einführung von Karenztagen
Söder: Deutsche müssen länger arbeiten
04.01.2026 – 00:37 UhrLesedauer: 1 Min.
CSU-Chef Markus Söder meint, in Deutschland werde nicht genug gearbeitet. Er macht einen Vorschlag.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für eine generelle Verlängerung der Lebensarbeitszeit in Deutschland ausgesprochen. Mit Blick auf die Probleme bei der Rentenfinanzierung sagte er der „Bild am Sonntag“: „Wenn wir immer mehr ältere und immer weniger jüngere Menschen haben, kann man das nur ausgleichen, indem Deutschland länger arbeitet. Und zwar generell in der Lebenszeit.“ Ziel müsse es sein, gesetzliche Strukturen so anzupassen, dass wieder länger gearbeitet werde.
„Das gilt in der Woche, das gilt im Jahr. Schweizer arbeiten zum Beispiel viel länger“, so Söder weiter. Eine Möglichkeit sieht er in Lebensarbeitszeitkonten: „Man muss nicht ein ganzes Leben länger arbeiten, wenn man in der Woche länger arbeitet. Deswegen werden vielleicht Lebensarbeitszeitkonten spannend.“ Letztlich gelte aber: „Im Endeffekt muss man länger arbeiten.“
Söder sprach sich auch für Veränderungen im Umgang mit Krankschreibungen aus. Er sagte: „Es wird zu oft und zu schnell krankgeschrieben in Deutschland.“ Daher sei es aus seiner Sicht wichtig, „dass wir im Gesundheitssystem darüber nachdenken, Karenztage wieder einzuführen, also dass die Lohnfortzahlung erst später stattfindet“.
Zudem forderte er, die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf den dritten Krankheitstag vorzuziehen. Derzeit ist das spätestens ab dem vierten Tag erforderlich. Darüber hinaus regte Söder Teilkrankschreibungen nach skandinavischem Vorbild an: „Das heißt, bei leichten Beschwerden nicht den ganzen Tag krank bleiben, sondern nur den halben Tag.“










