
Drama um deutsche Skispringerin
„So wollte ich nicht gehen“
15.02.2026 – 21:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Katharina Schmid wurde Opfer der Bedingungen und erlebte ein bitteres Ende ihrer Karriere. Danach konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.
Vor ihrem letzten großen Wettkampf ihrer Karriere sagte Skispringerin Katharina Schmid noch: „Ich hoffe auf ein Wunder.“ Stattdessen erlebte sie eine herbe Enttäuschung: Die deutsche Fahnenträgerin flog auf der großen Olympiaschanze von Predazzo nur auf 96,5 Meter und verpasste als 42. den zweiten Durchgang klar.
„Es tut so weh. So wollte ich nicht gehen“, sagte Schmid nach ihrem Aus. Im Schanzenauslauf versuchte sie noch, die Fassung zu halten, verbeugte und verabschiedete sich von den Fans. Kurz darauf fing sie an zu weinen. „Man wünschte es sich immer anders. Ob mir allerdings bessere Bedingungen geholfen hätten – ich weiß es nicht.“
Was Schmid meint: die schwierigen Windverhältnisse. Auch Ex-Skispringer Sven Hannawald sagte in der ARD: „Wenn man schon keine Form hat, kommt auch noch dieser hässliche Rückwind dazu. Das tut mir unheimlich leid.“ Und weiter: „3,5 Meter Rückenwind im Mittelteil, das kannst du vergessen.“ Mit Blick auf Schmid seien auf der einen Seite so viele positive Gefühle und Emotionen mit der Auszeichnung als Fahnenträgerin „und dann das“ – das bittere Ende.
Die 29-Jährige wird nach der Saison ihre aktive Karriere beenden. 2018 in Pyeongchang und vier Jahre später in Peking reichte es noch für Olympia-Silber. Im italienischen Predazzo sprang sie nur hinterher. „Ich bin hier von Anfang an mit der Schanze nicht klargekommen“, begründete Schmid ihre schwachen Platzierungen.
Agnes Reisch als beste Deutsche landete auf der Großschanze auf Rang zehn. Vizeweltmeisterin Selina Freitag war bereits im ersten Durchgang chancenlos zurückgefallen und landete nach einem soliden zweiten Sprung letztlich auf Platz 17. Juliane Seyfarth, nach dem ersten Durchgang noch als Neunte aussichtsreichste Deutsche, wurde auf Platz 23 durchgereicht.










