
Kuntz dachte dabei über Transfers und Tabellen hinaus. Die Integration der HSV-Frauen in die HSV Fußball AG und die angestrebte Professionalisierung inklusive des Umzugs ins Volksparkstadion standen für ein klares Verständnis: Der HSV sollte wieder als Gesamtprojekt funktionieren.
Binnen anderthalb Jahren steht der Verein spürbar anders da: ruhiger, belastbarer, strukturierter. Stefan Kuntz hat diesen Wandel nicht allein bewirkt, aber entscheidend geprägt. Für einen Klub, der sich jahrelang selbst im Weg stand, war er der richtige Mann im richtigen Moment. Dass er die Früchte seiner Arbeit nun nicht selbst erntet, ist bitter. Zugleich ist genau das sein Vermächtnis: Er konnte gehen, weil der Verein stabil genug ist, um ohne ihn weiterzumachen.











