So reagieren Reisende richtig
Pilotenstreik: Flugausfälle am Airport Hamburg
Aktualisiert am 12.03.2026 – 07:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Piloten bestreiken die Lufthansa am 12. und 13. März. Auch in Hamburg fallen Flüge aus. Was Reisende wissen müssen.
Der Pilotenstreik bei der Lufthansa hat in der Nacht zum Donnerstag begonnen und trifft auch zahlreiche Fluggäste, die nach Hamburg oder ab Hamburg reisen wollen. Ein Großteil der Verbindungen der Airline am Donnerstag (12. März) und Freitag (13. März) fällt aus.
Besonders am Vormittag und Mittag sind die Auswirkungen deutlich: Zu diesen Zeiten fallen laut Flughafen sämtliche Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt und München aus. Erst am Nachmittag sollen einzelne Verbindungen wieder stattfinden. Bis zum Abend fallen dennoch neun Starts von Hamburg nach Frankfurt und München aus, fast ebenso viele Landungen sind gestrichen.
Die Lufthansa veröffentlichte den Ersatzflugplan für den Streikzeitraum am Mittwochnachmittag. Die betroffenen Passagiere informierte die Airline ebenfalls am Mittwoch per E-Mail. Reisende sollten vor der Fahrt zum Hamburg Airport den aktuellen Flugstatus auf den Internetseiten des Flughafens oder direkt bei der Lufthansa prüfen.
Passagiere können ihre Tickets kostenfrei auf einen anderen Flug der Lufthansa-Gruppe zwischen dem 10. und 23. März umbuchen oder sich den Ticketpreis erstatten lassen. Voraussetzung ist, dass das Ticket bis einschließlich 10. März ausgestellt wurde und der Flug für den 12. oder 13. März geplant war. Ab dem 14. März soll wieder der reguläre Flugplan gelten.
Nicht betroffen sind nach Unternehmensangaben Discover Airlines und Lufthansa City Airlines. Diese sollen ihr Programm planmäßig fliegen und nach Möglichkeit zusätzliche Verbindungen übernehmen.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-stündigen Streik ab Mitternacht aufgerufen. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten.
Es handelt sich um die zweite Streikwelle bei der Lufthansa innerhalb weniger Wochen. Bereits am 12. Februar hatte es einen Arbeitskampf gegeben, bei dem laut Lufthansa rund 800 Flüge ausfielen. Dieses Mal erwartet die Gewerkschaft bundesweit etwa 300 Flugausfälle pro Tag.
Der Vorsitzende der Vereinigung Cockpit, Andreas Pinheiro, erklärte, die geringere Zahl an Flugausfällen sei „für die angestrebte Auswirkung völlig ausreichend“.
Die Lufthansa kritisiert den Schritt scharf. Personalvorstand Michael Niggemann bezeichnete den Streik als „unnötige Eskalation“. Der Aufruf sei „nicht nachvollziehbar“, sagte er.











