Steigende Kosten, sinkender Konsum
So viel verdienen Winzer im Rheingau
10.05.2026 – 09:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Preissteigerungen lassen sich laut Branche kaum durchsetzen, die Kosten steigen. Das hat kuriose Folgen.
Manche Winzer im Rheingau bei Frankfurt zahlen sich offenbar selbst weniger Gehalt als ihren Mitarbeitern – bei Arbeitszeiten von bis zu zwölf Stunden täglich. Doch die Bandbreite der Verdienste ist groß.
Peter Seyffardt, Rheingauer Weinbaupräsident, beschreibt die Lage: „In einem gesättigten Markt mit einem hohen Angebot lassen sich Preissteigerungen nur schwerlich oder gar nicht durchsetzen.“ Das setze die Winzer unter einen hohen Kostendruck, der vielfach nur durch persönlichen Verzicht bei der unternehmerischen Entlohnung kompensiert werden könne.
Deshalb geht der Rheingauer Weinbauverbands davon aus, dass sich manche Betriebsinhaber selbst effektiv weniger auszahlen, als sie an ihre Mitarbeiter zahlen. Dazu komme ein „hohes Maß an persönlichem Einsatz, sechs bis sieben Tage die Woche, täglich vielfach zehn bis zwölf Stunden“, so Seyffardt.
Doch die Einkommensspannweite unter den Winzern ist groß, heißt es in der Branche: von kleinen Familienbetrieben bis zu Inhabern bekannter Spitzenweingüter.
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für Winzer ein mittleres monatliches Vollzeit-Bruttoentgelt von 2.895 Euro aus.
