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Home » So unterscheiden sich Diabetes Typ 1 und Typ 2 in Ursache und Symptomen
Gesundheit

So unterscheiden sich Diabetes Typ 1 und Typ 2 in Ursache und Symptomen

Von zeit-heute.deNovember 23, 20253 Min Gelesen
So unterscheiden sich Diabetes Typ 1 und Typ 2 in Ursache und Symptomen
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So unterscheiden sich Diabetes Typ 1 und Typ 2 in Ursache und Symptomen

Zweierlei Krankheiten

So unterscheiden sich Diabetes Typ 1 und Typ 2


23.11.2025 – 08:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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Bei älteren Menschen tritt häufiger Diabetes Typ 2 auf als bei Menschen unter 40 Jahren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Diabetes Typ 1 und Typ 2 führen beide zu erhöhten Blutzuckerwerten. Doch sie unterscheiden sich deutlich in Ursache, Symptomen und Therapie.

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) hat in Deutschland aktuell etwa jeder zehnte Erwachsene einen ärztlich diagnostizierten Diabetes mellitus. Typ-2-Diabetes ist mit einem Anteil von über 90 Prozent unter allen an Diabetes erkrankten Personen am häufigsten. Wie sich Diabetes Typ 1 und Typ 2 unterscheiden, lesen Sie hier.

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Bei diesem Typ greift das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise die insulinbildenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse an. Die Zellen werden so stark geschädigt, dass sie nur noch wenig oder gar kein Insulin (absoluter Insulinmangel) mehr freisetzen. Der Blutzucker steigt. Meist beginnt die Erkrankung in der Kindheit, der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter. Bei älteren Menschen tritt sie nur selten auf. Eine genetische Veranlagung ist ein bedeutender Risikofaktor. Umweltfaktoren und bestimmte Infektionen werden ebenfalls diskutiert.

Diabetes Typ 2, umgangssprachlich auch Altersdiabetes genannt, tritt vor allem im mittleren oder höheren Erwachsenenalter auf. Neben einer erblichen Veranlagung spielt vor allem ein ungesunder Lebensstil mit Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung (ballaststoffarme, fett- und zuckerreiche Ernährung) eine Rolle. Bei Typ-2-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse immer weniger Insulin. Zugleich werden die Körperzellen, zum Beispiel in der Leber und den Muskeln, zunehmend resistent gegenüber Insulin, das die Zellen „aufschließt“, damit Zucker (Glukose) aufgenommen werden kann. Der Blutzuckerspiegel steigt – von den Betroffenen oft lange unbemerkt.

Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe e. V. sind für Diabetes Typ 1 folgende Symptome typisch:

Diabetes Typ 2 zeigt sich durch folgende Symptome:

Angaben der Deutschen Diabetes-Hilfe e. V. zufolge sind Symptome wie häufiges Wasserlassen und Durstgefühl zu Beginn eher selten. Die fehlenden Symptome seien ein Grund, warum Diabetes Typ 2 im Durchschnitt erst acht bis zehn Jahre nach Ausbruch der Krankheit diagnostiziert werde.

Ebenfalls interessant zu wissen: Erektile Dysfunktion kann ein mögliches Diabetes-Symptom sein. Im fortgeschrittenen Stadium nehmen durch den hohen Blutzucker Blutgefäße und Nerven Schaden.

Bei Typ-1-Diabetes stehen für die Betroffenen die tägliche Kontrolle des Blutzuckers sowie die regelmäßige Zufuhr von Insulin im Fokus. Die Insulintherapie ersetzt das fehlende Insulin im Körper und senkt den Blutzucker. Die Betroffenen müssen darauf achten, weder zu viel noch zu wenig Insulin einzusetzen, damit der Blutzuckerspiegel nicht zu stark abfällt oder zu sehr steigt. Für die Therapie stehen verschiedene Insuline und Behandlungskonzepte zur Verfügung.

Die Behandlung von Typ-2-Diabetes setzt auf mehrere Säulen. Das erste Ziel der Behandlung ist, durch Anpassungen im Lebensstil den Blutzuckerspiegel zu senken. Eine Ernährungsumstellung sowie regelmäßige Bewegung bilden die Basis. Ebenso wird geschaut, ob ein Medikament (Antidiabetikum) notwendig ist oder Insulin gespritzt werden muss. Tabletten und Spritzen können auch kombiniert werden. Regelmäßige Blutzuckermessungen sind Pflicht.

Diabetes Typ 1 lässt sich derzeit nicht vorbeugen. Es gibt Forschungsansätze, die darauf abzielen, die Zerstörung der Betazellen aufzuhalten. Die Entstehung der Autoimmunreaktion selbst lässt sich nicht sicher verhindern. Als mögliche Risikofaktoren, die das Diabetes-Typ-1-Risiko erhöhen, gelten neben der erblichen Veranlagung Infektionen mit bestimmten Viren (Coxsackie-Viren, Rötelnviren, Mumpsviren), bei Säuglingen das Zufüttern glutenhaltiger Lebensmittel, Vitamin D-Mangel sowie eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora. Zudem haben Kinder, die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, laut dem Diabetesinformationsportal diabinfo ein etwas höheres Risiko für Diabetes Typ 1.

Das Risiko für Diabetes Typ 2 lässt sich durch einen gesunden Lebensstil senken. Es gibt viele Empfehlungen, um Diabetes vorzubeugen. Die wichtigsten betreffen eine ausgewogene, gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Normalgewicht.

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