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Home » So stark leiden deutsche Unternehmen
Wirtschaft

So stark leiden deutsche Unternehmen

By zeit-heute.deAugust 5, 20262 Mins Read
So stark leiden deutsche Unternehmen
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Andere Länder profitieren dagegen

Studie zeigt: Deutsche Firmen leiden besonders unter Trump

05.08.2026 – 18:25 UhrLesedauer: 2 Min.

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Maschinenbau (Symbolbild): Trumps Zölle treffen die Branche hart. (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)

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Die US-Regierung hat ihre Zölle auf Stahl und Aluminium auf zahlreiche weitere Produkte ausgeweitet. Eine neue Studie zeigt: Deutsche Firmen verlieren überproportional Marktanteile.

Die Europäische Union und die USA hat sich mit einem Handelsdeal auf maximal 15 Prozent Zoll für die meisten Ausfuhren in die USA verständigt. Für viele Metallprodukte gilt diese Grenze jedoch nicht: Hier verlangt Washington deutlich höhere Abgaben und begründet dies mit der nationalen Sicherheit. Betroffen sind längst nicht mehr nur Rohstahl und Rohaluminium, sondern auch zahlreiche Maschinen, Baumaterialien und Werkzeuge.

Welche Folgen das hat, hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln anhand der US-Importstatistik berechnet. Demnach sind die US-Einfuhren aus Deutschland in den betroffenen Warengruppen seit der Ausweitung der Sonderzölle um 10,5 Prozent gesunken – stärker als der Gesamtimport in diesen Bereichen, der um 8,5 Prozent zurückging. Besonders trifft das den Maschinenbau, den zweitgrößten Industriezweig der Bundesrepublik. In absoluten Zahlen geht es um ein Minus von knapp 1,2 Milliarden Dollar, also rund einer Milliarde Euro.

Die Studienautorin Samina Sultan führt das auf zwei Effekte zurück: Zum einen verteuern die Zölle deutsche Produkte in den USA deutlich, was die Nachfrage dämpft. Zum anderen ziehen sich Unternehmen aus einem Markt zurück, den sie als zu unsicher und bürokratisch aufwendig empfinden.

Wie China seine Exporte umlenkt

Noch stärker als Deutschland sind Länder wie China, Südkorea und Kanada betroffen. Auf chinesische Stahl- und Aluminiumprodukte werden im Schnitt rund 48 Prozent Zoll fällig. Gleichzeitig steigen die Lieferungen aus Staaten wie Thailand und Vietnam deutlich. Allein Thailand konnte seine Ausfuhren in einer Größenordnung erhöhen, die etwa dem deutschen Rückgang entspricht.

Ökonomin Sultan sieht darin Hinweise, dass chinesische Hersteller einen Teil ihrer Exporte über Südostasien umleiten. Eröffnen sie dort Fabriken und verlagern Wertschöpfung, gelten die Waren nicht mehr als chinesisch und werden anders verzollt. Problematisch wäre es hingegen, wenn Produkte nur umverpackt oder minimal bearbeitet würden. Untersuchungen der US-Zollbehörde zu Stahlrohren deuten darauf hin, dass solche Umwege bereits vorkommen. Für einen eindeutigen Beweis fehlen jedoch detaillierte Firmendaten.

Die EU-Kommission verweist darauf, dass der Handel mit den USA insgesamt stabil sei. Gleichzeitig fordert Brüssel, dass Washington die ausgeweiteten Metallzölle bis Ende des Jahres zurücknimmt. Für einzelne Produkte wie bestimmte Agrartechnik und Klimaanlagen wurden die Abgaben bereits auf 15 Prozent gesenkt, bei vielen anderen bleiben sie hoch.

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