In ihrem Heimatland trällerte die als Margaret Annemarie Batavio im US-Bundesstaat Pennsylvania geborene Tochter aus einer Ingenieursfamilie schon als Kleinkind jeden Werbespot aus dem Radio nach. Später sang „Little Peggy March“ auf privaten Feiern und schließlich im Lokalfernsehen.
Als 15-Jährige kam dann der frühe Durchbruch: Mit „I Will Follow Him“ stürmte Peggy March an die Spitze der US-Charts – so jung wie noch keine andere Sängerin vor ihr. March hörte von ihrem Erfolg im Radio, als sie gerade das Geschirr vom Abendessen spülte, wie sie der Deutschen Presse-Agentur einmal in einem Interview erzählte: „Ich war ganz allein in der Küche, stand über der Spüle voller Seifenwasser, und mein Song war auf Platz eins.“
Danach konzentrierte sich ihr Erfolg hauptsächlich auf Europa und Asien, doch von dem verdienten Geld blieb wenig übrig. Ein Manager betrog sie, March musste finanziell noch einmal von vorne anfangen. Sie suchte sich einen neuen Manager – und fand in Arnie Harris gleich auch einen Ehemann. Harris, der 2013 starb, sei es auch gewesen, der sie stets dazu aufgefordert habe, ihre Autobiografie zu schreiben.
Heute, am 8. März, feiert Peggy March ihren 78. Geburtstag. Seit ihrem großen Hit sind fast 65 Jahre vergangen. Sie bereue nichts. „Alles, was ich je getan habe, ob gut oder schlecht oder richtig oder falsch, hat mich zu diesem Punkt gebracht. Und dieser Punkt ist ziemlich cool. Also keine Beschwerden.“ Zudem liefen ihre Tage immer unterschiedlich ab – mit Arbeit, mit Sport, mit Reisen, mit Shopping, mit Familie und Freunden –, dass nie Langeweile aufkomme. „Ich habe keinen typischen Tag, aber Espresso ist immer das Erste, was schön ist.“
Inzwischen weiß March auch: „Man ist nie zu alt für Träume“, wie sie ihr bislang letztes Album 2019 betitelte. „Ich habe jeden Tag einen Wunsch, sei es, ein bestimmtes Stück Kuchen zu essen, ein Stück Schokolade zu haben oder Ähnliches“, sagte die Sängerin. „Ich würde gerne irgendwann in einen Zeppelin steigen. Ich denke, das wäre so cool. Aber die Gelegenheit ist noch nicht auf mich zugekommen. Und ich würde es lieben, im Weißen Haus zu singen.“












