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Home » So schützen Sie sich vor Überwachung und Doxing
Digital

So schützen Sie sich vor Überwachung und Doxing

By zeit-heute.deMärz 20, 20263 Mins Read
So schützen Sie sich vor Überwachung und Doxing
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Tatort Internet

Digitale Gewalt: Was das ist und wie man sich schützen kann

Aktualisiert am 20.03.2026 – 12:25 UhrLesedauer: 4 Min.

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Vor allem Frauen und junge Menschen sind von Cybermobbing und Cyberstalking betroffen. (Symbolbild) (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Nacktbilder im Netz, heimliche Standortüberwachung: Digitale Gewalt trifft vor allem Frauen und bleibt für Täter oft folgenlos. Wie Betroffene sich schützen können – und was sich ändern soll.

Gefälschte Profile, die ihren Namen trugen. Pornografische Bilder, die sie zeigen sollten – in Wahrheit jedoch KI-Deepfakes. Jahrelang kursierte solches Material im Internet, bevor die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes Anzeige erstattete. So berichtet es der „Spiegel“. Fernandes machte den Fall öffentlich, nannte auch den Namen des mutmaßlich Verantworlichen: ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Der Fall hat eine Debatte erneut angestoßen: Wie schützt man sich gegen digitale Gewalt?

Bereits vor zwei Wochen kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig an, dass der Staat künftig verstärkt gegen digitale Gewalt vorgehen würde, damit herabwürdigende Bilder schneller aus dem Netz verschwinden und Täter wirksam bestraft werden. Noch in diesem Frühjahr soll ein Entwurf zu einer Gesetzesänderung vorgelegt werden.

Doch was sind das genau für Taten, wo sind Grauzonen, wie können sich Opfer wehren und was tut die Politik dagegen? Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Unter dem Begriff versteht man alle Formen von Belästigung, Bedrohung oder Missbrauch, die mithilfe digitaler Technologien oder Medien ausgeübt werden – im Internet, in sozialen Netzwerken, Messenger-Diensten, per E-Mail oder auf anderen digitalen Plattformen. Digitale Gewalt zielt häufig darauf ab, Betroffene bloßzustellen oder einzuschüchtern.

Neben verhetzenden oder diskriminierenden Äußerungen zählen dazu unter anderem Doxing, unerwünschte Nachrichten mit sexuellem Inhalt, digitale Überwachung, sogenannte Deepfakes, Cybermobbing und Cyberstalking. Auch die digitale Veröffentlichung privater Nacktaufnahmen durch rachsüchtige Ex-Partner ist ein typisches Phänomen.

Manipulierte oder KI-generierte Bilder, Audios oder Videos. Ein Deepfake-Video kann etwa einen Politiker zeigen, der etwas ausspricht, was er nie gesagt hat. Sexualisierte Deepfakes sind manipulierte Aufnahmen, die Menschen ohne ihre Einwilligung in pornografischen Szenen darstellen. Betroffen von diesen gefälschten Inhalten, die täuschend echt wirken, sind meist Frauen, oft Prominente.

Unter Doxing (manchmal auch Doxxing geschrieben) versteht man die unerlaubte Online-Veröffentlichung privater Daten, etwa der Wohnadresse oder Telefonnummer. Je nach Kontext kann das für die Betroffenen eine erhebliche Belastung sein.

Durch das unerlaubte Installieren einer App auf dem Handy des Opfers. So können etwa Standortdaten überwacht werden. Oder jemand platziert heimlich ein kleines Bluetooth-Ortungsgerät in der Jacke oder der Handtasche der betroffenen Person, die sich dann zum Beispiel fragt, weshalb eine bestimmte Person ständig vermeintlich zufällig dort auftaucht, wo man sich selbst gerade aufhält. Anders als bei einigen anderen Formen der digitalen Gewalt ist hier ein gewisses Nähe-Verhältnis Voraussetzung. Täter sind vor allem Partner und Ex-Partner.

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